Lukas Kwasniok will keine Zeit verlieren. Zum Start der Vorbereitung hat der Trainer des 1. FC Köln seiner Mannschaft direkt mal „zwei, drei Schlagwörter“ übermittelt. Eines davon lautet „Spielmanipulation“. Das steckt hinter der Taktik.
Was die Profis des 1. FC Köln in den kommenden Tagen erwartet, fasst Lukas Kwasniok wie folgt zusammen: „Training, Training, Training, Arbeit, Arbeit, Arbeit, Video, Video, Video.“ Die traditionell intensive Sommervorbereitung, das darf nach den ersten Einheiten vermutet werden, könnte unter der Anleitung des 44-Jährigen noch ein wenig intensiver ausfallen.
Darüber wird sich auch die Mannschaft schon im Klaren sein – über seine grundsätzliche Herangehensweise zu informieren, zählte beim Trainingsstart zu Kwasnioks ersten Maßnahmen. Denn: „Die Jungs müssen das Gefühl haben, dass sie mir Folge leisten können. Jeder hat eine andere Wortwahl, deswegen habe ich einfach mal zwei, drei Schlagwörter rausgehauen.“
Kwasniok fordert stetige Aktivität
Kwasnioks Regel Nummer eins verbietet Pausen und erfordert Vollgas: „Es geht immer um geistige und körperliche Aktivität – dauerhaft auf dem Feld. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand einen Pass spielt und dann dem Kollegen ‚viel Glück‘ wünscht. Du bist weiterhin aktiv, das ist mir ganz, ganz wichtig.“
In der Spieleröffnung geht es bei mir immer um Spielmanipulation.
Lukas Kwasniok
Darüber hinaus hat der Trainer seiner neuen Mannschaft bereits einige „Grundelemente spieltaktischer Natur“ übermittelt. Betitelt war die erste Taktik-Lektion mit dem Schlagwort „Spielmanipulation“. Natürlich im Rahmen des Erlaubten.
Was Kwasniok meint: „In der Spieleröffnung geht es bei mir immer um Spielmanipulation. Wir wollen den Gegner manipulieren, in bestimmte Räume locken, um dann in den Rücken der Abwehr zu kommen – von überall auf dem Feld.“ Das könne ein Schnittstellenpass sein, aber auch mal ein hoher Ball. „Das haben wir den Jungs mit auf den Weg gegeben, ohne an irgendwelche Systeme zu denken.“
Kwasniok: „Wir haben keine Zeit zu verlieren“
Schon am zweiten Vorbereitungstag, am Dienstagvormittag, verschob Kwasniok den Trainingsstart um eine halbe Stunde nach hinten – zugunsten einer Videoschulung. Auf dem Rasen unterrichteten der Chefcoach und sein Assistent René Wagner die Spieler dann in Sachen Positionierung, schoben die FC-Profis hin und her.
„Wir haben keine Zeit zu verlieren“, stellt Kwasniok klar und kündigt unter dem Motto „Akzeptanz durch Penetranz“ an, seine Wünsche und Forderungen notfalls wieder und wieder zu predigen. „Solange, bis die Jungs die Dinge, die ich von ihnen erwarte, auch akzeptieren. Das ist der Ansatz.“ Und dieser Ansatz verspricht kräftezehrende Wochen.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!