Mitten im Rechtsstreit: Brisanter Job-Vorschlag für Ex-FC-Coach Kwasniok

Lukas Kwasniok verlor vergangene Saison mit dem 1. FC Köln in Gladbach. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Lukas Kwasniok verlor vergangene Saison mit dem 1. FC Köln in Gladbach. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln befinden sich in einem Rechtsstreit um die Lohnfortzahlung des Ex-Trainers. Doch geht es nach TV-Experte Didi Hamann, steht Kwasniok bald wieder an der Seitenlinie: bei Erzrivale Borussia Mönchengladbach.

Schon während Lukas Kwasnioks Engagement beim 1. FC Köln hatte sich Didi Hamann als Fan des Trainers entpuppt. Immer wieder hatte sich der Sky-Experte für einen Verbleib des 45-Jährigen ausgesprochen. Knapp ein halbes Jahr nach Kwasnioks Freistellung macht sich Hamann nun für dessen Rückkehr an die Seitenlinie stark – als Nachfolger von Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach.

„Es wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt“, sagte der Ex-Nationalspieler am Sonntag bei Sky90, denn: „Er steht gerade mit dem 1. FC Köln vor Gericht.“ Hamann schob markige Worte nach: „Der würde die Jungs zum Laufen bringen, das brauchen sie. Wenn es einer kann, dann Kwasniok.“ Einen „Wissenschaftler“ brauche die Borussia jedenfalls nicht.

Neuer Gladbach-Trainer debütiert in Köln

Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, der einst in Paderborn lange mit Kwasniok zusammengearbeitet hatte, stimmte zu: „Die Idee ist grundsätzlich nicht die schlechteste. Die wichtigsten Einstellungskriterien, Fußballsachverstand und Fleiß, bringt er mit.“

In den vereinsnahen Medien werden jedoch andere Namen als Kwasniok gehandelt. Der Ex-Leipziger Ole Werner galt schnell als Wunschkandidat, soll aber nicht zur Verfügung stehen. Ebenfalls genannt werden Horst Steffen (zuletzt Werder Bremen), Alexander Blessin (FC St. Pauli), Christian Eichner (Karlsruher SC) und Bo Henriksen (1. FSV Mainz 05).

Wer auch immer den Zuschlag erhält: Debütieren wird der neue Gladbach-Coach wohl nach der Länderspielpause in Köln. Am Samstag gegen Mainz soll zunächst mal Interimslösung Jan-Moritz Lichte auf der Bank sitzen.

Kwasniok will volles Gehalt

Sollte Kwasniok, wie von Hamann vorgeschlagen, die Fohlen übernehmen, wäre das Derby im RheinEnergieStadion natürlich eine wahnsinnig brisante Premiere für ihn. Für den FC wiederum würde sich, wie ebenfalls von Hamann erwähnt, ein Rechtsstreit erledigen.

Am 16. Februar 2027 sollen sich Kwasniok und die Geißböcke vor dem Kölner Arbeitsgericht gegenüberstehen. Der Ex-Coach fordert die Fortzahlung seines gesamten Gehalts, obwohl in seinem bis 2028 laufenden Vertrag eine andere Regelung festgehalten war. Im Falle einer vorzeitigen Trennung sollte er demnach bis zum Ende der Saison 2025/26 voll bezahlt werden und im Anschluss noch die Hälfte seines Salärs von jährlich rund einer Million Euro beziehen.

Kwasniok und sein Anwalt wollen offenbar gegen diese Klausel vorgehen. Beim FC entlassen wurde der Deutsch-Pole am 22. März – unmittelbar nach Gladbachs letztem Gastspiel in Müngersdorf, das 3:3 endete.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
11 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete