Torjäger Ache über FC-Transfer: „Hatte sehr viel Selbstvertrauen verloren“

Ragnar Ache am Mittwoch im Training. (Foto: Bucco)
Ragnar Ache am Mittwoch im Training. (Foto: Bucco)

Ragnar Ache wird in der Bundesliga für den 1. FC Köln auf Torejagd gehen. Der Mittelstürmer hat zwei herausragende Zweitliga-Jahre hinter sich, aber auch schon schwere Zeiten in seiner Karriere.

Als Ragnar Ache am Donnerstagmittag vor die Mikrofone am Geißbockheim trat, hatte er Neuzugang des 1. FC Köln fast zwei Stunden Training in den Beinen. Lukas Kwasniok hatte seine Schützlinge auf Platz eins lange leiden lassen, vor allem aber mit intensiven Übungen am Ball und in Spielform.

Ache jedoch hatte Spaß. Der Torjäger kommt mit der Empfehlung von 34 Zweitliga-Toren in den letzten zwei Jahren zum FC. Zuvor hatte er bereits bei Greuther Fürth gezeigt, dass er knipsen kann. Über seine verletzungsreiche Zeit bei Eintracht Frankfurt denkt der 26-Jährige hingegen nicht mehr gerne zurück. Am Donnerstag sprach Ache über…

Ache muss sich umstellen

…den Start beim FC: „Die Beine tun schon weh nach diesen Einheiten. Aber das gehört zur Vorbereitung. Der neue Trainer will seine Strukturen reinbringen, daher ist das normal. Das ist schon sehr viel in der kurzen Zeit. Es ist ein ganz anderes System als das, was ich bislang gewohnt war.“

…was sich taktisch für ihn ändert: „Für mich ändert sich vor allem, dass ich viel in Bewegung sein muss mit vielen Positionswechseln. Bisher war ich eher der Zielspieler, der vorne stehen geblieben ist. Das geht jetzt nicht mehr so, das wird sich ändern.“

Ache bleibt in der Nähe seiner Heimat

…seine Ziele für die Saison: „Als erstes will ich fit bleiben und so viele Spiele wie möglich machen. Dann schauen wir mal, was auf dem Rasen passiert.“ Ein Toreziele habe er sich nicht gesetzt, sagte Ache: „Nein, das habe ich nicht. Wichtig ist für mich fit zu bleiben.“

…seine Entscheidung für den FC: „Ich habe das letzte Spiel der Saison ja hier in Köln gespielt. Da konnte man schon sehen, was hier im Stadion abgeht. Es ist für mich wichtig, dass man die Energie der Fans spürt. Köln ist auch nah an meiner Heimat (geb. in Frankfurt/Main). Ich kann auch privat dort trainieren, wo ich die Menschen um mich herum habe, die ich kenne, auch meine Physios. Ich wollte in der Nähe bleiben.“

Zweite Chance in der Bundesliga

…seinen zweiten Anlauf in der Bundesliga: „Das ist für mich ein Schritt nach vorne. Ich will jetzt beweisen, dass ich das schaffen kann. Vor ein paar Jahren ist es anders gelaufen, auch wegen Verletzungen. Jetzt will ich zeigen, dass ich in die Bundesliga gehöre. In Frankfurt hatte ich sehr viel Selbstbewusstsein verloren, auch wegen meinen Verletzungen. Die Schritte nach Fürth und Kaiserslautern haben mir da sehr geholfen, weil ich dort viel gespielt habe und Tore gemacht habe. Das war sehr wichtig für mich.“

…seine vergebene Torchance am 34. Spieltag in der Anfangsphase gegen den FC: „Ich bin Stürmer, ich will Tore schießen. Extra daneben zu köpfen wäre komisch. Wenn ich ihn nicht hätte machen wollen, hätte ich ihn gar nicht geköpft, sondern an mir vorbei gehen lassen.“ (lacht)

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