Der Transfer von Max Finkgräfe vom 1. FC Köln zu RB Leipzig steht unmittelbar bevor. Der Abgang öffnet eine weitere Kader-Baustelle. Jetzt müssen die Verantwortlichen zeigen, dass sie ihre Ankündigung wahrmachen.
Max Finkgräfe wird zu RB Leipzig wechseln. Am Mittwoch absolvierte der Linksverteidiger des 1. FC Köln den Medizincheck bei den Roten Bullen. Nach GEISSBLOG-Informationen soll der Transfer am Donnerstagvormittag verkündet werden. Die Einnahmen für den FC: rund vier Millionen Euro plus Boni plus Weiterverkaufsbeteiligung.
Zunächst also kassieren die Geißböcke rund vier Mio. Euro für den 21-Jährigen, der nach einer Saison ohne große Beachtung die Lust auf eine Zukunft beim FC verloren hatte. Damit hat der FC ein Problem, denn egal ob in einer Formation mit Dreier- oder Viererkette steht mit Leart Pacarada nur noch ein Linksverteidiger respektive linker Schienenspieler im Kader.
FC muss Taten folgen lassen
Kurzum: Mit dem Finkgräfe-Abgang eröffnet der FC eine weitere Baustelle im Kader, die zeitnah geschlossen werden muss. Cheftrainer Lukas Kwasniok hat noch nicht entschieden, wie er künftig spielen lassen will. Doch so oder so kann sich der FC nicht leisten, einzig auf Pacarada zu setzen. Zumal Zweifel bestehen, ob der 30-Jährige – in der 2. Liga auf gehobenem Niveau unterwegs – auch in der Bundesliga bestehen kann.
So müssen die Verantwortlichen ihren Worten Taten folgen lassen. Der Vorstand hatte erklärt, dass alle Ablösesummen künftig wieder sofort in den Kader investiert werden sollen. Heißt: Die vier Millionen Euro sollen für neue Spieler ausgegeben werden. Da liegt der Schwerpunkt nun auch auf der Finkgräfe-Position.
Seit Hector hinten links ein Problem
Dabei benötigen die Geißböcke nicht nur einen Pacarada-Ersatz, sondern eigentlich einen neuen Nummer-eins-Linksverteidiger auf Bundesliga-Niveau. Aaron Zehnter hätte dieser werden können, zumindest mit Erstliga-Potenzial. Der 20-Jährige entschied sich jedoch für den VfL Wolfsburg, auch weil die Geißböcke nicht rechtzeitig ernst machen konnten im Poker um den ehemaligen Kwasniok-Schützling.
Ab Donnerstag mit der Verkündung des Finkgräfe-Deals jedoch ist Sportdirektor Thomas Kessler gefordert. Nachdem jahrelang die Rechtsverteidiger-Position der neuralgische Punkt im FC-Kader war, ist durch das Karriereende von Jonas Hector im Sommer 2023 auch links hinten zur Baustelle geworden. Finkgräfe hätte diese schließen können, wurde von Ex-Trainer Gerhard Struber jedoch im wahrsten Wortsinn links liegen gelassen.
Welches Profil setzt der FC an?
So muss Kessler nun den nächsten Linksverteidiger mit Bundesliga-Format finden und hat dafür einen Millionenbetrag zur Verfügung. Offen ist noch, ob sich der FC eher für einen erfahreneren Kandidaten wie den Ex-Bremer Ludwig Augustinsson (31, RSC Anderlecht) oder für ein Top-Talent wie Junior Ligue (20, FC Zürich) entscheiden würde. Dieses Profil werden Kessler und die Scouting-Abteilung nun konkretisieren. Finkgräfe ist weg – wer wird sein Nachfolger?








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