Der 1. FC Köln kann auf fast 43 Millionen Euro aus dem Topf der TV-Gelder für die Bundesliga-Saison 2025/26 hoffen. Was aber nicht heißt, dass Köln auf dem Transfermarkt mit den meisten Bundesligisten finanziell mithalten kann.
Als Aufsteiger muss der 1. FC Köln in der neuen Bundesliga-Saison 2025/26 hoffen, drei Clubs hinter sich zu lassen, um die Klasse zu halten. In Sachen Mannschafts-Marktwerten wird das nicht einfach. Denn vertraut man auf die von Transfermarkt.de geschätzten Preisschilder, verfügen die Geißböcke lediglich über den 15.-wertvollsten Kader der Liga (der GEISSBLOG berichtete).
Jedoch lautet die Ansage der FC-Führung: „Wir wollen uns an der Spitze des letzten Liga-Drittels einsortieren. Das würde in etwa auch unsere wirtschaftliche Kraft dokumentieren.“ So hatte sich Geschäftsführer Philipp Türoff zuletzt im Kölner Stadt-Anzeiger geäußert. Die Spitze des unteren Bundesliga-Drittels würde bedeuten: Platz 13.
So viel kassiert der FC 2025/26
Doch auch in einer zweiten Tabelle liegt der FC nur auf Platz 15: Die TV-Tabelle sieht vor, dass dem FC aus dem großen Topf der Fernseh-Millionen insgesamt knapp 43 Millionen Euro erhalten wird – um genau zu sein: 38,1 Mio. Euro aus dem nationalen und 4,8 Mio. Euro aus dem internationalen Top. Damit liegt der FC im Liga-Vergleich ebenfalls auf Rang 15.
Auf den Abstiegsplätzen und damit hinter dem FC liegen nur noch der 1. FC Heidenheim, der FC St. Pauli und der Hamburger SV – und damit die drei Mannschaften, deren Kaderwerte ebenfalls geringer sind als bei den Geißböcken. Doch gerade der HSV legt jetzt nach, will mit Yussuf Poulsen und Armel Bella-Kotchap zwei Spieler verpflichten, die so mancher Fan auch gerne beim FC gesehen hätte. Zumindest Bella-Kotchap soll beim FC diskutiert worden sein.
FC chancenlos gegen diese Clubs
Klar ist aber, dass der FC auf dem Transfermarkt tatsächlich nur mit diesen drei Clubs mithalten kann. Der HSV, St. Pauli und Heidenheim bewegen sich in ähnlichen Gehaltsstrukturen, einzig Werder Bremen als weiterer Bundesliga-Konkurrent ist für die Geißböcke in Reichweite. Alle anderen Clubs sind den Geißböcken aktuell finanziell enteilt, können höhere Gehälter ebenso einfacher bieten wie längere Vertragslaufzeiten. In Summe machen diese Differenzen schnell mittlere, sechsstellige Beträge aus, in denen der FC das Nachsehen hat.
Neben den Top-Clubs sowie den diversen Werks- und Firmenclubs der Bundesliga rechnet sich der FC daher nach GEISSBLOG-Informationen auch in direkten Transfer-Duellen mit Clubs wie Union Berlin, Mainz, Augsburg und Mönchengladbach kaum Chancen aus. Auch Freiburg ist dem FC finanziell weit voraus. Das machte die jüngste Verpflichtung des Sport-Clubs, Igor Matanovic von Eintracht Frankfurt, deutlich. Der FC hätte den Stürmer gerne verpflichtet, musste dem Vernehmen nach aber bereits nach der ersten Kontaktaufnahme abwinken.
Verkäufe erweitern den Spielraum
Die Geißböcke müssen ihre Angebote also sorgfältig platzieren. Immerhin: Die Millionen aus den Downs- und Finkgräfe-Verkäufen haben den Spielraum für Sportdirektor Thomas Kessler erweitert. Zudem ist der Club wieder solvent, der rigide Sparkurs der letzten Jahre gehört der Vergangenheit an. Dennoch wissen Kessler und Türoff: Das untere Drittel der Bundesliga anzuführen, ist als Aufsteiger ein anspruchsvolles Ziel. Denn finanziell klafft ein beachtliches Loch zwischen dem FC und jenen Teams, die sich ebenfalls rund um Platz 13 und höher einordnen wollen.





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