Verrückter Kniff von Kwasniok – aber Transfer-Gerücht im „Bereich der Fabeln“

Lukas Kwasniok mit Florent Muslija. (Foto: IMAGO / Christian Schroedter)
Lukas Kwasniok mit Florent Muslija. (Foto: IMAGO / Christian Schroedter)

Lukas Kwasniok gilt als Trainer, der auch mal einen auf den ersten Blick ungewöhnlichen Weg geht. Dem GEISSBLOG hat der 44-Jährige dabei die kuriose Geschichte um einen seiner ehemaligen Spieler erzählt, der auch beim 1. FC Köln auf der Liste gestanden haben soll.

Im Laufe einer Vorbereitung können sich viele erste Eindrücke und Ideen von Trainern noch einmal verändern. Auch Lukas Kwasniok macht beim 1. FC Köln gerade diese Erfahrung. So hätte der Trainer bei seinem Amtsantritt beispielsweise wohl kaum erwartet, dass Steffen Tigges für ihn auf der linken Schienenposition zu einer ernsthaften Option werden würde.

Doch auch im Laufe einer Saison kann es immer wieder auch zu veränderten und zum Teil überraschenden Entwicklungen kommen. So berichtete Kwasniok dem GEISSBLOG im Trainingslager von einem kuriosen Positionswechsel einer seiner ehemaligen Spieler beim SC Paderborn. Den gelernten offensiven Mittelspieler Florent Muslija zog der Trainer kurzerhand aus dem Zentrum auf die linke Schienenposition im 3-4-3-System.

So wurde Muslija zum Schienenspieler

Prinzipiell kein äußerst ungewöhnlicher Versatz eines Spielers. Doch das Zustandekommen war für einen Trainer im Profi-Fußball dann doch eher außergewöhnlich. „Der Grund, warum Florent Muslija bei mir linker Schienenspieler geworden ist“, erzählte Kwasniok, „weil ich in Paderborn irgendwann jeden Mitarbeiter aus dem sportlichen Bereich – ob die Physios oder den Koch – vor einem Spiel mal nach seiner Wunsch-Startelf gefragt habe.“

Bei dieser Befragung stellte der Paderborner Team-Manager Muslija auf die linke Schiene. „So ist er das erste Mal auf dieser Position gelandet“, erinnerte sich der FC-Coach, der nachschob: „Ich mag dieses Out-of-the-Box-Denken.“ Für Kwasniok und den SCP ging dieser Kniff am Ende vollends auf: In der Saison 2022/23 wurde Muslija mit zehn Toren und zehn Vorlagen zum Top-Scorer der Ostwestfalen. Auch eine Saison später erzielte der Offensivspieler in der Hinrunde sieben Tore und fünf Vorlagen, ehe er im Winter zum SC Freiburg wechselte.

Jetzt Bundesliga, aber keine Option für den FC

„Florent hat das in die Bundesliga gehievt und zu einem Viereinhalb-Jahres-Vertrag beim SC Freiburg verholfen“, hob Kwasniok die starke Entwicklung des Kosovaren hervor. Bei den Breisgauern konnte sich Muslija bislang allerdings noch nicht durchsetzen. In seinen anderthalb Jahren beim SCF kommt der Spieler bislang nur auf wettbewerbsübergreifende 310 Spielminuten.  

Entsprechend dürften sich sowohl der Sportclub als auch der Spieler in diesem Sommer nach Alternativen umsehen. Auch der 1. FC Köln wurde bereits mit dem Spieler in Verbindung gebracht. Wirklich dran ist an dem Gerücht laut Kwasniok aber nichts. „In der 2. Liga war er ein sehr guter Schienenspieler. In der Bundesliga würde ich ihn eine Position weiter vorne sehen.“

Dort hat der FC aktuell jedoch mit Linton Maina, Said El Mala, Jakub Kaminski und Florian Kainz ein Überangebot. „Wenn man sich da bei uns die Qualität und Quantität anschaut, würde ich dieses Gerücht eher in den Bereich der Fabeln verweisen“, erklärte der Trainer hinsichtlich seines ehemaligen Schützlings. So bleibt abzuwarten, bei welchem FC-Spieler Kwasniok in Zukunft ebenfalls „out of the box“ denken wird.

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