Drei Wochen ist der 1. FC Köln unter Lukas Kwasniok nun zusammen. Der neue Cheftrainer fordert eine neue Hierarchie. Die Kapitänsfrage will er erst spät in der Vorbereitung beantworten.
Lukas Kwasniok nimmt sich Zeit – und testet. Der neue Cheftrainer des 1. FC Köln hat in den bisherigen Testspielen immer unterschiedliche Spieler mit der Kapitänsbinde betraut. Im Trainingslager gegen Leicester City trug Leart Pacarada die Binde in Halbzeit eins, Florian Kainz in Halbzeit zwei.
Im ersten Test der Vorbereitung gegen Bergisch Gladbach hatte Timo Hübers die Mannschaft als Kapitän aufs Feld geführt, ehe Ron-Robert Zieler in Hälfte zwei übernommen hatte. Gegen Fortuna Köln war es dann zunächst Joel Schmied gewesen, ehe Geburtstagskind Julian Pauli zu dieser Ehre gekommen war.
Wer spielt in Kwasnioks Plan eine Rolle?
War der künftige Kapitän des 1. FC Köln schon unter diesen ersten sechs Spielern? Während Pauli und Zieler nicht in Frage kommen, ist Hübers als noch amtierender Kapitän ebenso in der Auswahl wie Kainz als Ex-Kapitän der Saison 2023/24. Schmied war bereits beim FC Sion als Kapitän in der Verantwortung, Pacarada ebenso beim FC St. Pauli.

Und doch scheint der Findungsprozess des neuen FC-Kapitäns längst nicht abgeschlossen. Eric Martel hat sich unter der Woche zum FC bekannt, zumindest für die kommende Saison. Spielt er in Kwasnioks Überlegungen eine Rolle? Und was ist mit Marvin Schwäbe, der als klare Nummer eins und anerkannter Leistungsträger innerhalb der Mannschaft hohes Ansehen genießt?
Das dauert fünf, sechs Wochen. Wir haben genug Typen in der Mannschaft, die als Kapitän infrage kommen.
Lukas KWasniok
Kwasniok wollte im Trainingslager von dieser Diskussion noch nichts wissen, obwohl er selbst zu Beginn der Woche in Österreich erklärt hatte, dass die Mannschaft eine neue Hierarchie entwickeln müsse. Doch neben der Diskussion um eine mögliche Startelf zu Saisonbeginn sei die Wahl des neuen Kapitäns „die am meisten überhöhte Frage, weil sie zum völlig falschen Zeitpunkt kommt“, sagte Kwasniok dem GEISSBLOG.
Kwasniok machte auch deutlich, dass die Suche nach dem neuen Spielführer kein bewusster Prozess sein. „Das Kapitänsamt kommt irgendwann – und zack, ist die Antwort da“, beschrieb der FC-Coach die eher intuitive Entscheidung. Und kündigte an, dass die Wahl wohl erst kurz vor Saisonbeginn fallen wird. „Das dauert fünf, sechs Wochen. Wir haben genug Typen in der Mannschaft, die als Kapitän infrage kommen. Trotzdem braucht das einfach noch Zeit.“
Hübers reißt sich nicht um die Binde
So wird Kwasniok die Kapitänsfrage wohl erst in zwei Wochen klären, wenn sich die Mannschaft beginnen wird auf das erste Pflichtspiel beim SSV Jahn Regensburg im DFB-Pokal vorzubereiten. Noch-Kapitän Timo Hübers jedenfalls deutete bereits an, dass er kein Problem damit hätte, sollte er abgelöst werden.
„In der Vorbereitung gibt es für keinen Spieler eine andere Alternative als Gas zu geben. Das werde ich machen, wenn ich Kapitän bleibe, und das werde ich auch machen, wenn ich nicht Kapitän bleibe“, hatte der 29-Jährige im GEISSBLOG-Interview erklärt. Das Kapitänsamt bedeute ihm „ehrlich gesagt gar nicht so viel“. Und so könnte der FC in der dritten Saison in Folge den dritten Kapitän bekommen.








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