„Wäre fahrlässig“: Warum Thielmann in Siegburg fehlte und Rondic durchspielte

Imad Rondic (M.) stand in Siegburg 90 Minuten auf dem Rasen. (Foto: Bucco)
Imad Rondic (M.) stand in Siegburg 90 Minuten auf dem Rasen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat in Siegburg auf Jan Thielmann verzichtet. Trainer Lukas Kwasniok sprach nach dem 7:0-Erfolg im vierten Testspiel von einer „reinen Vorsichtsmaßnahme“.

Von den fitten und zuletzt berücksichtigten Spielern fehlte beim Testspiel des 1. FC Köln in Siegburg nur ein einziger im Kader des Bundesligisten: Jan Thielmann musste kurzfristig passen. Und das, obwohl der U21-Vizeeuropameister am Vormittag noch mit der Mannschaft am Geißbockheim trainiert hatte.

„Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Lukas Kwasniok nach dem 7:0-Sieg beim Mittelrheinligisten und führte aus: „Gestern Abend hatte er so ein ganz leichtes Zwicken im Oberschenkel verspürt. Das ist aber in keinster Form gefährlich.“

„Mit angezogener Handbremse kann er nicht“

Dennoch musste der FC-Trainer den als Heißsporn bekannten Thielmann ausbremsen. „Wir kennen Jan“, so Kwasniok: „Mit angezogener Handbremse kann er nicht. So wäre es fahrlässig gewesen, ihn heute laufen zu lassen.“ Gerade in seinen ersten Karrierejahren war das Kölner Eigengewächs häufig mit muskulären Verletzungen ausgefallen – auch dieser Umstand dürfte die Geißböcke zum Verzicht auf Thielmann bewogen haben. Am Donnerstag jedoch konnte der Rechtsfuß wieder ganz normal und ohne sichtbare Probleme am Training teilnehmen.

Wenn Imad eines kann, dann ist es laufen.

Lukas Kwasniok über Rondic

Das Fehlen des 23-Jährigen am Mittwoch führte allerdings dazu, dass sich neben Torhüter Matthias Köbbing, der in der Saisonvorbereitung bislang noch gar nicht zum Einsatz gekommen war, auch Imad Rondic über die volle Distanz zeigen durfte. „Dadurch dass Jan ausgefallen ist, musste einer aus dem vorderen Bereich 90 Minuten gehen. Und wenn Imad eines kann, dann ist es laufen. 90 Minuten machen ihm nichts aus“, schmunzelte Kwasniok nach Abpfiff.

Rondic mit Tor und Vorlage

Nach einer glücklosen ersten Halbzeit konnte Rondic im zweiten Durchgang etwas Selbstvertrauen sammeln. Der bosnische Angreifer legte in Siegburg das 4:0 auf und traf zum 5:0 selbst. Dabei nahm Rondic im 3-4-3-System die rechte Position in der Offensive ein – jene Rolle, die auch Thielmann bevorzugt.

Gegen Leicester war es, nach der Verletzung von Julian Pauli, noch Joel Schmied gewesen, der 90 Minuten auf dem Rasen stand. „Das hängt einfach mit der Position zusammen, wie viele Alternativen wir haben“, so Kwasniok. In Siegburg durfte sich durch Paulis Bänderriss der vor dem Trainingslager zur U21 beorderte Neo Telle wieder bei den Profis präsentieren.

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