Zieler steigt ein: Emotionale Worte für Hannover, Comeback in Köln

Ron-Robert Zieler ist zurück beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Ron-Robert Zieler ist zurück beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Ron-Robert Zieler ist am Dienstag ins Mannschaftstraining des 1. FC Köln eingestiegen. Zuvor hat sich der Torhüter emotional von Hannover 96 verabschiedet.

Am Montag hatte Lukas Kwasniok schon geschwärmt, am Dienstag durfte der Trainer nun tatsächlich „die beiden besten Torhüter der vergangenen Zweitliga-Saison auf einem Fleck“ bestaunen. Mit Ron-Robert Zieler ist der nächste Neuzugang des 1. FC Köln ins Training eingestiegen.

Am Vormittag komplettierte Zieler das Torwartteam des 1. FC Köln um Nummer eins Marvin Schwäbe sowie Matthias Köbbing und Nachwuchskeeper Luis Hauer. Der 36-Jährige solle „mit all seinem Erfahrungsschatz der Mannschaft helfen – und da sein, wenn er gebraucht wird“, hatte Kwasniok bereits am Vortag klargestellt, dass es an Schwäbes Status nichts zu rütteln gibt.

Zieler erklärt Hannover-Abschied

Bevor Zieler am Geißbockheim, wo er von 1999 bis 2005 im Nachwuchs ausgebildet worden war und in der Saison 2020/21 auf Leihbasis für die Profis gespielt hatte, sein Trainings-Comeback feierte, fand der gebürtige Kölner noch emotionale Worte, um sich von Hannover 96 zu verabschieden.

„Diese Zeilen zu schreiben, fällt mir unheimlich schwer“, beginnt seine lange Abschiedsnachricht auf Instagram. Zieler erklärt: „Mein Plan war immer, mit Hannover 96 unseren gemeinsamen großen Traum zu verwirklichen – den Aufstieg in die Bundesliga. Ich wollte hier meine Karriere beenden und den Verein danach in neuer Rolle weiter unterstützen. Doch manchmal verläuft das Leben anders, als man es plant.“

Ron-Robert Zieler ist zurück beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Ron-Robert Zieler am Dienstag. (Foto: Bucco)

Die Entscheidung, die Niedersachen nach fast 400 Einsätzen zu verlassen, sei ihm „extrem schwer gefallen“, schreibt Zieler und verrät, warum er trotzdem gegangen ist: „Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit den Verantwortlichen in Hannover geführt. Dabei wurde deutlich, dass ein neues Kapitel aufgeschlagen werden soll. Mit frischen Impulsen, neuen Gesichtern und veränderter Ausrichtung.“

Kessler hilft Zieler aus der Sackgasse

Das respektiere er. „In den Gesprächen habe ich deutlich gespürt, dass meine Rolle in diesem neuen Kapitel nicht mehr die gleiche sein und das sogar ein Problem werden könnte. Eine Belastung für den Neuanfang und damit für den Club.“ Eine Rolle, die Zieler unter keinen Umständen einnehmen wollte. „Dafür bedeutet mit 96 zu viel.“

Ein Anruf von Thomas Kessler half ihm, den Weg aus der Sackgasse zu finden. „Der 1. FC Köln ist wie Hannover 96 nicht irgendein Club für mich. Köln ist ebenfalls Herz und Familie. In den Gesprächen spürte ich eine große Wertschätzung – und, was mir besonders wichtig war: eine klare Perspektive für die Zeit nach der aktiven Karriere.“

Zieler: „Mindestens zwei Jahre als Spieler“

Zieler hat zunächst bis 2027 unterschrieben, deutet aber eine Option auf eine weitere Saison an: „Ich werde die Mannschaft jetzt noch mindestens zwei Jahre als Spieler unterstützen.“ Im Anschluss an die aktive Zeit geht es neben dem Platz weiter. „Danach bietet mir der FC die Möglichkeit, eine Management-Ausbildung zu absolvieren.“

Doch dieser Schritt ist noch mindestens zwei Jahre entfernt. Zunächst mal steht die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison im Mittelpunkt. Und diese bescherte Zieler am ersten Tag direkt eine Doppelschicht. Nach dem Training mit Ball am Vormittag wartete am Dienstagnachmittag noch eine Lauf- und Krafteinheit auf die FC-Profis.

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