Mit Marvin Schwäbe zwischen den Pfosten tritt der 1. FC Köln am Montag im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers an. Im Gegensatz zu Lukas Kwasniok gibt Nachfolger René Wagner Ersatzkeeper Ron-Robert Zieler nicht die Gelegenheit, sich im Pokal zu zeigen.
Ron-Robert Zieler war 2014 bereits im Weltmeister-Kader der Nationalmannschaft, mit seinen inzwischen 37 Jahren neigt sich seine lange, bewegte Karriere so langsam dem Ende entgegen. Doch im Training des 1. FC Köln zeigt der Keeper immer wieder, über wie viel Klasse er noch verfügt. Verständlich, dass er das gerne auch in Pflichtspielen zeigen würde. Bei vielen Trainern bekommen im DFB-Pokal Ersatzkeeper die Gelegenheit, Einsatzminuten und Spielpraxis zu sammeln. Doch selbst bei Drittligist Würzburg muss Zieler zuschauen.
„Marvin wird im Tor stehen“, machte Coach René Wagner am Freitag deutlich. „Das wird immer mal wieder unterschiedlich gehandhabt, aber ich habe die klare Prämisse, dass ich mit der bestmögliche Mannschaft antreten will – und da gehört die Nummer 1 aufs Feld.“ Bitter für Zieler, der in der vergangenen Saison unter Lukas Kwasniok in beiden Pokalspielen zum Einsatz kam und der in Hannover selbst Saison für Saison in den Pokalspielen seinem Stellvertreter den Platz zwischen den Pfosten zur Verfügung stellte.
Ron-Robert Zieler: Vertrag beim 1. FC Köln läuft aus
Zielers Vertrag läuft – wie der von Stammkeeper Marvin Schwäbe – am Ende der Saison aus. Ob beide Parteien nochmal verlängern oder der FC sich auf der Torwartposition verjüngt, ist eine der Fragen, die sich nach dieser Spielzeit stellen werden. Auch, ob Zieler dann, wie abgedacht, tatsächlich beim FC in einer anderen Funktion im Club bleiben wird. Umso mehr dürfte sich der Kölner über jedes Spiel in den schicken neuen Torwarttrikots freuen.
Doch Wagner will sich nicht vorwerfen lassen, mit einer B-Lösung vielleicht früh zu scheitern, wohlwissend, dass er als Trainer nach seinem überschaubarem Erfolg im Finale der vergangenen Saison in einem solchen Fall gleich noch einmal ganz anders unter Beobachtung stünde. Daher begründete er am Freitag auch noch einmal deutlich, warum er die harte Entscheidung getroffen hat: „Ganz einfach, weil es ein Pflichtspiel ist und wir die Chance haben, jede Runde weiterzukommen. Da ist Ron sicher Profi genug, um die Entscheidung nachzuvollziehen. Natürlich will ein Fußballer immer spielen, aber er macht das in der Bundesliga hinter Marvin Schwäbe super – und wenn er gefragt sein wird, dann bin ich sicher, wird er seinen Mann stehen.“








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