Der 1. FC Köln hat es erneut geschafft, den Vertrag mit Said El Mala ohne jede Ausstiegsklausel zu verlängern. Das hat Sportchef Thomas Kessler am Freitagabend bestätigt.
Es klang zunächst zu schön, um wahr zu sein. Als der 1. FC Köln am Donnerstagabend die Vertragsverlängerung mit Said El Mala bekannt gab, sickerte durch, dass der 19-Jährige in seinem nun bis 2031 laufenden Arbeitspapier erneut auf eine Ausstiegsklausel verzichtet habe. Am Freitag nun bestätigte Sportchef Thomas Kessler: Es gibt tatsächlich keine Hintertür für einen Abschied.
Auf einem Mitgliederstammtisch im RheinEnergieStadion saß Kessler zusammen mit Cheftrainer René Wagner und Vizepräsident Ulf Sobek auf der Bühne. Und Kessler sagte: „Ein Gentlemen Agreement wurde nicht geschlossen. Und wir haben auch im neuen Arbeitspapier keine Ausstiegsklausel.“ Das bedeutet: Der FC hält bei Said El Mala weiterhin alle Trümpfe in der Hand.
Kessler erklärt außergewöhnliche Verlängerung
Wie schon bei der letztjährigen Vertragsverlängerung im Sommer 2025 konnten sich Verein und Spieler also durch eine satte Gehaltserhöhung einigen, ohne dass es für die Spielerseite eine Möglichkeit gibt, dank einer Klausel vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen und per fixer Ablösesumme den Verein zu wechseln. Ein außergewöhnlicher Vorgang, ist doch in der Branche inzwischen eine Ausstiegsklausel bei vorzeitiger Verlängerung mit einem begehrten Spieler üblich.
Kessler machte deswegen auch deutlich: „Das bedeutet aber auch, dass es ein Vertrauensbeweis zwischen Spieler und Verein ist. Diesen Vertrag jetzt zu schließen, ist absolutes, gegenseitiges Commitment, dass Saids Weg noch nicht vorbei ist“, fuhr der 40-Jährige fort. „Am Ende haben wir das Heft des Handelns in der Hand, das weiß er auch. Trotzdem wird es immer zu einer Entscheidung kommen: Sollte etwas auf den Tisch kommen, das den 1. FC Köln in Gänze besser stellt, müssen wir uns damit auseinandersetzen.“
Nur wenn das Geld stimmt, darf der Spieler gehen
Heißt: Sollte irgendwann ein finanzielles Angebot in einer Größenordnung für El Mala auf dem Tisch landen, welches den sportlichen Verlust aufwiegen würde, würde der FC den Stürmer abgeben. So war es in diesem Sommer mit der Familie des 19-Jährigen bereits vereinbart gewesen, und so soll es auch in Zukunft gehandhabt werden. Dem Spieler würde ab einer bestimmten Angebotshöhe keine Steine in den Weg gelegt werden. Dennoch gilt: „Es gibt kein Agreement, es gibt keine Klausel. Es ist einfach ein schöner Moment, über den sich alle freuen können, dass der Spieler bleibt“, schloss Kessler.







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