Trotz Downs-Transfer? Kwasniok überrascht: „Haben da keine Not“

FC-Trainer Lukas Kwasniok mit Stürmer Ragnar Ache. (Foto: Bucco)
FC-Trainer Lukas Kwasniok mit Stürmer Ragnar Ache. (Foto: Bucco)

Damion Downs soll zeitnah seinen Medizincheck beim FC Southampton absolvieren. Trainer Lukas Kwasniok sieht im Sturm des 1. FC Köln dennoch „keine Not“.

Während am Geißbockheim der zweite Trainingstag ansteht, wird Damion Downs in Southampton erwartet. Am heutigen Dienstag soll das Eigengewächs des 1. FC Köln seinen Medizincheck beim englischen Zweitligisten absolvieren und anschließend einen langfristigsten Vertrag bis 2029 unterschreiben – spätestens am Mittwoch soll der Deal final über die Bühne gehen.

Lukas Kwasniok dürfte Downs, der gemeinsam mit Tim Lemperle zum besten Torjäger der Aufstiegssaison avancierte, also höchstens zu Gesicht bekommen, wenn sich der Deutsch-Amerikaner beim FC verabschiedet. Auf dem Rasen wird er auf die Dienste des 21-Jährigen nicht zählen können.

Kwasniok: „Vielleicht tut sich noch etwas auf“

„Ich mache mir recht wenige Gedanken über Dinge, die ich nicht beeinflussen kann“, nimmt der Trainer Downs‘ Abgang, der dem FC bis zu zehn Millionen Euro bescheren könnte, gelassen hin. „Er ist heute nicht da und morgen auch nicht. Wir schauen, dass wir mit den Jungs, die wir haben, gut arbeiten. Wir wollen die Jungs verbessern und vielleicht tut sich dann noch mal etwas auf“, so Kwasniok über einen möglichen Downs-Ersatz.

Doch trotz des Geldregens, für den der Transfer auf die Insel sorgen wird, fordert der 44-Jährige zumindest öffentlich keinen weiteren Angreifer. „Wir haben da keine Not“, sagt Kwasniok etwas überraschend und führt aus: „Mir ist schon klar, dass darüber gesprochen wird, wer kommen könnte, wenn Damion gehen sollte – aber wir sind ja schon in Vorleistung getreten.“

Rondic hat neue Chance

Was der FC-Trainer meint: „Ragnar Ache ist schon da, das sollte man nicht vergessen.“ Der 18-Tore-Mann, der per Ausstiegsklausel aus Kaiserslautern verpflichtet wurde, ist für Kwasniok der klare Nummer-eins-Stürmer. Seine erste Alternative wäre derzeit Imad Rondic. Dem Bosnier traut Kwasniok mehr zu, als in der vergangenen Saison zu erahnen war.

Zudem können sich Steffen Tigges, Sargis Adamyan und Florian Dietz, die der FC in diesem Sommer allesamt abgeben würde, in der Vorbereitung beweisen und Kwasniok überraschen. Die Chance, sich zu präsentieren, haben auch U19-Meister Youssoupha Niang sowie der von Viktoria Köln verpflichtete Malek El Mala.

Kwasniok: „Wenn wir jetzt spielen müssten…“

„Und wir haben eine tolle Offensivreihe dahinter, können sehr variabel agieren“, setzt Kwasniok, der wohl nur mit einem echten Mittelstürmer plant, auch auf die Torgefahr des Mittelfelds. Der FC-Trainer betont: „Ich bleibe bei meiner Kernaussage. Wenn wir jetzt spielen müssten, würden wir eine richtig gute Mannschaft hinkriegen. Wir versuchen aber trotzdem noch, sie zu optimieren.“

Letzteres dürfte trotz der offiziell nicht vorhandenen Not auch für den Angriff gelten. Doch während Sportdirektor Thomas Kessler nach weiteren Verstärkungen fahndet, konzentriert sich Kwasniok zunächst mal auf die Spieler, die bereits auf dem Rasen stehen – will dem vorhandenen Personal sein Vertrauen schenken.

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