„Wäre fahrlässig“: Kwasnioks verbleibende Transfer-Wünsche

Trainer Lukas Kwasniok beim Auftakt der Vorbereitung. (Foto: Bucco)
Trainer Lukas Kwasniok beim Auftakt der Vorbereitung. (Foto: Bucco)

Bei der Suche nach weiteren Verstärkungen hat Lukas Kwasniok vor allem zwei Wünsche: Die Außenverteidiger-Positionen müssen dringend doppelt besetzt werden. Offensiv sieht der Trainer den 1. FC Köln gut aufgestellt.

Man muss kein Prophet sein: Der Kader, mit dem der 1. FC Köln am Montagnachmittag in die Vorbereitung gestartet ist, wird nicht der Kader sein, mit dem die Geißböcke Ende August in die Bundesliga-Saison gehen werden. Weitere Zu- und Abgänge sind nur eine Frage der Zeit, speziell in der Defensive herrscht Handlungsbedarf.

„Wir haben gute Spieler, aber natürlich schauen wir, dass wir bestmöglich doppelt besetzt sind“, erklärte Lukas Kwasniok nach dem Trainingsauftakt, schob nach: „Es liegt ja auf der Hand, dass ein, zwei Positionen in der Defensive nicht doppelt besetzt sind. Es wäre fahrlässig, da nicht noch etwas zu tun.“

Kwasniok: „Wir haben Bedarf“

Gemeint sind die beiden Außenverteidiger-Positionen. Max Finkgräfe hat sich zu RB Leipzig verabschiedet, somit ist Leart Pacarada der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader. Rechts wiederum kehrt Rasmus Carstensen nicht zurück, wird stattdessen nach Aarhus verliehen – auch hier hat Kwasniok nur eine Option, Jusuf Gazibegovic.

„Wir haben mit Max noch einen Verlust hinnehmen müssen. Dementsprechend gilt es, da nachzujustieren. In der Verteidigungsreihe haben wir Bedarf“, stellte der FC-Trainer klar. Die Außenverteidiger-Positionen haben für Kwasniok also Priorität. In der Innenverteidigung ist der FC zumindest quantitativ besser bestückt, doch auch für das Abwehrzentrum hält Sportdirektor Thomas Kessler die Augen offen – hier ist Dominique Heintz aktuell der einzige Linksfuß.

„Offensiv quantitativ und qualitativ gut besetzt“

Weniger Bedarf sieht Kwasniok am anderen Ende des Spielfelds: „Wir sind sicherlich in der Offensive quantitativ und qualitativ gut besetzt – gerade, was das Mittelfeld angeht.“ Der 44-Jährige hob das offensive Mittelfeld sowie die Sechserposition hervor.

Im Mittelfeldzentrum würde ein Abgang von Eric Martel gewiss für neuen Handlungsbedarf sorgen. Im Angriff wiederum entsteht durch den Southampton-Transfer von Damion Downs eine weitere Lücke. Im Tor ist diese Lücke durch die Verpflichtung von Ron-Robert Zieler bereits geschlossen (der GEISSBLOG berichtete).

„Wir werden schauen, ob wir vorne noch etwas machen, und wollen hinten die Kette vervollständigen“, fasste Kwasniok die FC-Pläne nach der ersten Einheit des Sommers zusammen. Man werde beobachten, „was die Jungs hier so drauf haben und was auf dem Markt möglich ist“.

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