Der 1. FC Köln hat die Saisonvorbereitung erfolgreich abgeschlossen. Lukas Kwasniok lobte seine Mannschaft nach dem 4:0-Sieg gegen Atalanta Bergamo. Die Stimmen zur Generalprobe.
Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
Auf dem Platz hatte der 1. FC Köln ein harmonisches Bild abgegeben. Doch als Lukas Kwasniok nach dem 4:0-Erfolg gegen Atalanta Bergamo sein Fazit bei MagentaSport abgab, war es kurz mal vorbei mit der Harmonie. Denn die schwache Leistung des italienischen Top-Teams wollte der FC-Trainer als Erklärung für den überraschend deutlichen Sieg in der Generalprobe nicht gelten lassen.
„Das ist der Klassiker in Deutschland, da wird erst mal beim Gegner gesucht“, sagte Kwasniok und lieferte sich ein kleines Wortgefecht mit Moderator Thomas Wagner, der darauf verwies, dass er die Geißböcke auch gelobt habe, und sich „nicht in eine Schublade“ stecken lassen wollte.
Kwasniok: „Das ist so typisch deutsch“
Wenig später, als Kwasniok in den Katakomben zu den weiteren Medienvertretern sprach und erneut mit den passiven Italienern konfrontiert wurde, berichtete er: „Die Kollegen draußen haben von mir schon Lack bekommen und Sie bekommen auch direkt Lack. Das ist so typisch deutsch: ‚Oh, der Gegner, der war nichts.‘“
Was die Mannschaft heute abgeliefert hat, war schon à la bonne heure
Lukas Kwasniok
Der FC-Trainer schob nach: „Ganz ehrlich, die haben Leipzig letzte Woche an die Wand genagelt, die wussten nicht, wo vorne und hinten war – bei allem Respekt.“ Und dann stellte Kwasniok die Leistung seines eigenen Teams in den Mittelpunkt, lobte: „Was die Mannschaft heute abgeliefert hat, war schon à la bonne heure.“
Die Generalprobe gegen Atalanta – 2024 Sieger der Europa League und vergangene Saison Tabellendritter der Serie A – war das gelungene Finale eines generell erfolgreichen FC-Sommers. Sechs Testspiele, fünf Siege. Mit der wohl besten Leistung zum Abschluss. Die weiteren Stimmen zum Spiel.
Lukas Kwasniok
„Ab der 60., 70. Minute wird es für den Gegner irgendwann schwer, wenn es 3:0 steht. Aber die Jungs haben Atalanta einfach ausgehebelt mit läuferischer Intensität und der Bereitschaft, proaktiv in den Rücken zu spielen. Ich glaube, Atalanta hat kein Gegenmittel gefunden. Sie waren nicht schlecht, sondern sie mussten hinterherlaufen. Dann sieht das immer so aus, als würde der Gegner nicht wollen. Die Jungs haben ihnen einfach nicht den Gefallen getan und den Ball in den Fuß gespielt, sondern dauerhaft in den Rücken.“
Thomas Kessler
„Die Intensität war gut. Unser Plan war, dass wir sie nicht ins Zentrum kommen lassen wollen. Das bedeutet, dass wir viel Laufarbeit hatten. Da waren die Jungs unglaublich fleißig. Wenn wir den Ball hatten, haben wir gute und vernünftige Entscheidungen getroffen. Es war insgesamt eine sehr gute Leistung. Wir wussten, was uns heute mit Atalanta erwartet. Sie sind bekannt dafür, dass sie Mann-gegen-Mann über den gesamten Platz spielen. Da hat sich unser Trainerteam einen guten Plan zurechtgelegt. Da spielen auch die beiden Schienenspieler in Ballbesitz eine große Rolle, da haben die beiden heute sehr gute Situationen gehabt.“
Jan Thielmann
„Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben hinten wenig zugelassen und vorne Tore gemacht. Das tut immer gut – gerade gegen so einen Gegner. Wir sind als Mannschaft noch mal ein gutes Stück gegangen in den letzten Wochen. Wir sind jetzt bereit, nächste Woche unser erstes Pflichtspiel zu bestreiten. Es macht Spaß, zu kicken. Trotzdem wissen wir, dass nicht alles perfekt war, und dass das heute kein Pflichtspiel war.“
Isak Johannesson
„Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Mit Ball, gegen Ball. Die Stimmung war toll, wir freuen uns auf die Saison. Ich fühle mich wohl, mit dem Trainer und den Fans. Wir wollen uns in der Bundesliga stabilisieren und den Fans guten Fußball zeigen. Das ist das Ziel.“
Marius Bülter
„Wenn man 4:0 gewinnt, hat vieles von dem funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Das gibt uns eine Menge Selbstvertrauen für den Start nächste Woche. Der Trainer wird aber dafür sorgen, dass wir das nicht überbewerten, am Ende war es nur ein Testspiel. Am Sonntag im Pokal wartet ein ganz anderes Spiel.“








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