Überraschend aussortiert: FC legt diesem Keller-Stürmer Abschied nahe

Imad Rondic hat beim FC keine Zukunft mehr. (Foto: Bucco)
Imad Rondic hat beim FC keine Zukunft mehr. (Foto: Bucco)

Lukas Kwasniok hat gegen Atalanta Bergamo auf Imad Rondic und Jacob Christensen verzichtet. Dem Stürmer wurde mitgeteilt, dass der Club nicht mehr mit ihm plant. Damit deutet sich ein rascher Abschied des letzten Transfers von Christian Keller an.

Als die Mannschaft des 1. FC Köln am Samstagnachmittag um fünf Minuten vor 15 Uhr erstmals in der neuen Saison den Rasen des RheinEnergieStadions betrag, fehlten mehrere Spieler. Luca Kilian und Julian Pauli sind noch nicht wieder fit. Dass die beiden Innenverteidiger nicht mit dabei waren, war schon am Tag vor der Partie gegen Atalanta Bergamo klar gewesen.

Auch Neo Telle hatte zuletzt zwar mittrainiert, doch der Abwehrspieler gehört wieder dem U21-Kader an. Und so fehlte auch er nicht überraschend. Das jedoch galt nicht für die beiden anderen Spieler, die Lukas Kwasniok nicht für die Generalprobe gegen Bergamo berücksichtigt hatte: Jacob Christensen und Imad Rondic.

Nicht-Nominierung aus sportlichen Gründen

Christensen hatte im Trainingslager wegen muskulärer Probleme nur individuell trainieren können, stand zuletzt aber wieder voll im Saft und hätte zumindest wieder einige Spielminuten bekommen können. Bislang war der Däne nur im ersten Testspiel gegen Fortuna Köln zum Einsatz gekommen.

Noch überraschender war aber die Nicht-Nominierung von Imad Rondic. Der Mittelstürmer wollte sich nach einer komplizierten Rückrunde seit seinem Wechsel zum FC über die Sommer-Vorbereitung heranarbeiten und empfehlen. Das aber ist dem 26-Jährigen nicht gelungen. Cheftrainer Lukas Kwasniok strich den Angreifer aus sportlichen Gründen aus dem Kader.

Kwasniok und Kessler erklären Rondic-Aus

Hinterher erklärte der 44-Jährige, dass „So ist leider manchmal das Leben. Ich hätte ihn mitnehmen können, aber ich habe nur drei Positionen vorne und viel Konkurrenz. Du musst Entscheidungen treffen. Die sind nicht immer leicht, aber das Leben ist nicht immer fair.“ Auf die Frage, ob der FC dem Spieler bereits mitgeteilt habe, dass er sich einen anderen Verein suchen solle, weil die Aussichten auf Spielzeit gering sind, antwortete Kwasniok nur: „Das haben wir getan.“

Sportdirektor Thomas Kessler drückte sich diplomatischer aus, ließ aber auch durchblicken, dass der FC nicht mehr mit Rondic plant. „Wir haben darüber gesprochen, dass die Einsatzzeiten für ihn schwer werden könnten nach den Eindrücken in der Vorbereitung“, sagte der 39-Jährige. „Der Spieler kann sich jetzt Gedanken machen, wie er seine Zukunft sieht. Wir sind da sehr offen mit den Spielern. Wir kehren ihn aber nicht vor die Tür.“

Noch Vertrag bis 2029

Klar ist aber: Schon nach einem halben Jahr ist Rondic beim FC in einer Sackgasse gelandet. Der 26-Jährige war als letzter Spieler der Ära Christian Keller am Ende der Transferperiode im Januar verpflichtet worden. Rund 1,4 Millionen Euro ließ der FC sich die Dienste des Bosniers kosten. Keller stattete den Stürmer sogar noch mit einem Viereinhalb-Jahres-Vertrag bis 2029 aus.

Nun die klare Entscheidung von Kwasniok und Keller-Nachfolger Kessler: Für Rondic reicht es nicht. Die Bundesliga ist wohl eine Liga zu groß. Während andere Spieler wie Sargis Adamyan, Florian Dietz und auch Jacob Christensen schon länger wissen, dass sie in Köln keine Zukunft mehr haben, hat nun auch Rondic Klarheit. Drei Wochen hat der Mittelstürmer nun Zeit, bis zum Ende der Transferperiode seine Zukunft zu entscheiden.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
63 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete