„Der tappt dem das Knie weg!“ Sorgen um Ache: Hätte es Rot geben müssen?

Ragnar Ache hat sich gegen den 1. FSV Mainz 05 verletzt. (Foto: IMAGO / Eibner)
Ragnar Ache hat sich gegen den 1. FSV Mainz 05 verletzt. (Foto: IMAGO / Eibner)

Der 1. FC Köln hat sein Auftaktspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 gewonnen, aber zumindest vorerst Ragnar Ache verloren. Trainer Lukas Kwasniok war hinterher frustriert, aber auch vorsichtig optimistisch.

Aus der MEWA-Arena in Mainz berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Aus angezeigten sieben Minuten Nachspielzeit wurden am Ende in Mainz 13 Extra-Minuten. Grund dafür war unter anderem die lange Verletzungsunterbrechung nach dem Knie-Treffer von Philipp Mwene an Ragnar Ache. Der erst im zweiten Durchgang eingewechselte Stürmer krümmte sich vor Schmerzen auf dem Rasen und konnte sein rechtes Bein anschließend nicht mehr belasten. Gestützt von zwei Betreuern musste Ache den Platz vorzeitig verlassen.

Da Trainer Lukas Kwasniok zu diesem Zeitpunkt bereits sein Wechsel-Kontingent ausgeschöpft hatte, musste der FC in der Folge zu zehnt weiterspielen. Der Vorteil des Mainzer Platzverweises in der 60. Minute gegen Paul Neben war in den Schlussminuten daher dahin. Am Ende brachten die Kölner den Sieg dennoch über die Zeit – und konnten zumindest auch eine leichte Entwarnung bei ihrem Stürmer geben.

Erste Diagnose bei Ache da

„Es ist noch nicht final, aber er hat nur eine sehr schmerzhafte Fleischwunde oberhalb des Knies“, sagte der FC-Trainer nach den ersten Eindrücken aus der Kabine. Trotzdem war Kwasniok angesichts des nicht gepfiffenen Fouls von Tobias Stieler aufgebracht – wenngleich sich der Unparteiische hinterher dafür entschuldigt hatte. „Ich finde die Handhabe von Herrn Stieler gut. Er hat sich entschuldigt, dass er das Foul nicht gesehen hat“, berichtete Kwasniok.

Nichtsdestotrotz sorgte die Situation bei dem 44-Jährigen für Unverständnis. Denn bei dem Trefferbild oberhalb des Knies mit offener Sohle hätte sich der VAR nach Ansicht des Trainers einschalten müssen. „Was ich inakzeptabel finde“, begann Kwasniok, „das war ein unbewusstes Foul, aber es war ganz ähnlich wie bei Essen gegen Dortmund. Im DFB-Pokal gab es keinen VAR. Aber ich kann nicht verstehen, dass er hier nicht eingreift.“

Kwasniok: „Unabsichtlich, aber Rote Karte“

Mwene hatte sich noch auf dem Platz für die Aktion entschuldigt. „Der tappt dem einfach das Knie weg“, sagte Kwasniok. „Unabsichtlich, aber da muss man sagen: Rote Karte. Auf einmal waren wir wieder in Gleichzahl. Jetzt hoffen wir, dass es bei Ache genauso glimpflich ausgeht wie bei Yan Couto. Da sind wir vorsichtig optimistisch.“

Der Dortmunder war im DFB-Pokal von Prince Owusu ähnlich am Knie getroffen worden, konnte am Wochenende gegen St. Pauli aber schon wieder auf dem Platz stehen. Beim FC hofft man, dass es sich bei Ragnar Ache ähnlich verhält und der Stürmer am Sonntag im ersten Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder zur Verfügung steht.

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