Die U21 des 1. FC Köln hat sich nach dem 0:3 zum Regionalliga-Auftakt in Bocholt mit einer starken Heimpremiere zurückgemeldet. Gegen den SC Wiedenbrück gewannen die Geißböcke mit 3:0 (2:0), bangen aber um Etienne Borie.
Es war eine unglückliche Ansetzung: Die U21 des 1. FC Köln spielte am Samstagnachmittag im Franz-Kremer-Stadion gegen den SC Wiedenbrück, während zeitgleich rund 20.000 FC-Fans am RheinEnergieStadion zur Saisoneröffnung der Geißböcke kamen. Dennoch war die aktive Fanszene zur U21 gekommen, und so stimmte die Kulisse zum ersten Regionalliga-Heimspiel der Saison. Und nach 90 Minuten stimmte auch das Ergebnis.
Tore und Highlights
37. Minute: Der FC war in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft und hätte schon früher in Führung gehen kann. Nach 37 Minuten war es aber passiert. Lippert legte links zurück zu Özkan, der an den langen Pfosten flankte. Dort stieg Luis Labenz hoch und köpfte in die Mitte. Der Neuzugang von Hansa Rostock bekam die Kugel am Fünfmeterraum aber sofort zurück und schloss per Außenrist ab. Der Ball ging durch die Beine des Gäste-Keepers – das 1:0 war gleichbedeutend mit dem ersten Saisontor für die Geißböcke.
45. Minute: Nach 44 Minuten baute der FC nach einem Freistoß an der Mittellinie konsequent auf und spielte dann schnell über rechts nach vorne. Über Kristal kam der Ball zu Labenz, der in die Mitte zog und an der Strafraumkante zu Emin Kujovic legte. Der Sechser fackelte nicht lange und jagte die Kugel aus 16 Metern mit rechts unter die Latte – das 2:0 noch vor der Pause.
Besondere Vorkommnisse: Der FC hatte gerade das 2:0 erzielt und war gedanklich schon fast in der Halbzeitpause, da ging Etienne Borie noch einmal im Mittelfeld ins Dribbling. Der Youngster wurde gefoult, jedoch schien es keine große Sache zu sein. Doch der Jungprofi, der die Sommer-Vorbereitung teilweise im Kader von Lukas Kwasniok verbracht hatte, fiel unglücklich auf die linke Schulter. Borie musste behandelt und sofort ausgewechselt werden. Eine Diagnose steht noch aus.
77. Minute: In der zweiten Halbzeit verwaltete der FC die Führung erfolgreich und setzte dann eine Viertelstunde vor dem Spielende den entscheidenden Stoß. Über Kapitän Dürholtz gelangte der Ball auf der rechten Seite zum eingewechselten Safyan Touré. Der Rechtsaußen zog in den Strafraum, legte sich den Ball kunstvoll von rechts auf links und zog dann mit links flach ins kurze Eck ab. Das 3:0 war die Entscheidung.
Personal
So spielte der FC: Hauer – Ajani, Dabrowski (83. Mausehund), Özkan, Lippert – Kujovic, Dürholtz – Labenz (66. Touré), Kristal (83. Harchaoui), Borie (46. Süne) – Yacobi (77. M. El Mala)
Zur Aufstellung: Evangelos Sbonias veränderte die Startelf im Vergleich zum 0:3 in Bocholt auf drei Positionen. Lippert spielte hinten links für Spitali, Kujovic auf der Sechs für Harchaoui sowie Kristal für Ouro-Tagba in der Offensive. Mausehund wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und feierte nach über fünf Monaten sein Comeback für die U21.
Fazit
Der 1. FC Köln hat sich nach dem 0:3 zum Regionalliga-Auftakt in Bocholt rehabilitiert und mit einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung gegen Wiedenbrück in der Liga angemeldet. Das 3:0 war ein verdienter Sieg der noch immer neu zusammengewürfelten Mannschaft. Die Verletzung von Etienne Borie jedoch lag am Samstag noch schwer über dem Ergebnis. Sollte der Youngster ausfallen, wäre dies ein harter Schlag für die Sbonias-Elf.







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