Kessler muss trösten: FC-Profi nach Kader-Aus völlig geknickt – folgt Leihe?

FC-Sportdirektor Thomas Kessler richtete Julian Pauli wieder auf. (Foto: GEISSBLOG)
FC-Sportdirektor Thomas Kessler richtete Julian Pauli wieder auf. (Foto: GEISSBLOG)

Julian Pauli zählt zu den Profis des 1. FC Köln, die es nicht in den Kader für das Pokalspiel in Regensburg geschafft haben. Der Youngster war nach seiner Nicht-Nominierung völlig geknickt. Wird er verliehen?

Die Abschlusseinheit am Samstagmittag war gerade beendet, als Co-Trainer Frank Kaspari das Gespräch mit Julian Pauli suchte. Nach einem kurzen Austausch gab der Kwasniok-Assistent dem Innenverteidiger einen aufmunternden Klaps mit auf den Weg. Die Szene ließ schon erahnen: Pauli hat es nicht in den Kader für die Pokalpartie in Regensburg geschafft (der GEISSBLOG berichtete).

Auf die ernüchternde Nachricht folgte für den 20-Jährigen ein längeres Gespräch mit Thomas Kessler. Noch an der Bande von Trainingsplatz eins bemühte sich der Sportdirektor, den völlig geknickten Pauli wieder aufzurichten. Mehr als zehn Minuten redete Kessler auf das Abwehr-Talent ein – packte sich Pauli immer wieder, um ihn zu trösten.

Rückstand nach Verletzung

Der Durchstarter der vergangenen Saison hatte offenbar fest damit gerechnet, für den Kader berücksichtigt zu werden. Wirklich überraschend kam seine Nicht-Nominierung allerdings nicht. Nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk während des Trainingslagers in Bad Waltersdorf hatte Pauli zwischenzeitlich zwei Wochen verletzt gefehlt, dementsprechend hat er noch Rückstand. Unter anderem darauf dürfte Kessler das ehrgeizige Eigengewächs, das nur knapp einem Syndesmoseriss entgangen war, aufmerksam gemacht haben.

Thomas Kessler mit Julian Pauli. (Foto: GEISSBLOG)
Thomas Kessler mit Julian Pauli. (Foto: GEISSBLOG)

Dass der Konkurrenzkampf für Pauli zugenommen hat, steht dennoch außer Frage. Nach den Verpflichtungen von Cenk Özkacar und Rav van den Berg befinden sich derzeit sieben nominelle Innenverteidiger im Trainingsbetrieb des FC. Zudem wurde Sechser Tom Krauß die gesamte Vorbereitung über in der Dreierkette eingesetzt.

Verlängerung und Leihe?

Insofern zählt Pauli durchaus zu den Kandidaten für eine Leihe – auch wenn er selbst den Anspruch hat, sich in der Bundesliga beim FC durchzusetzen. Auf eine entsprechende Frage hatte er im GEISSBLOG-Interview zuletzt geantwortet: „Definitiv. Wir haben einen super Trainer und super Jungs dazubekommen. Das Niveau ist nach oben gegangen. Ich fühle mich besser als je zuvor.“

Im selben Gespräch hatte Pauli, der aktuell noch bis 2027 gebunden ist, auch seine Bereitschaft für eine vorzeitige Vertragsverlängerung signalisiert. „Wenn der FC das auch will, dann sehr gerne“, so der U-Nationalspieler, der sogar nachschob: „Es können vielleicht noch zehn Jahre FC sein.“ Die Kölner Bosse planen ebenfalls langfristig mit Pauli, auch wenn womöglich ein Zwischenschritt notwendig ist.

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