Kwasniok schließt nichts aus: Passiert beim FC noch etwas „Verrücktes“?

Lukas Kwasniok schließt beim 1. FC Köln auf dem Transfermarkt nichts aus. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok schließt beim 1. FC Köln auf dem Transfermarkt nichts aus. (Foto: Bucco)

Die letzten Tage des Transferfensters sind auch für den 1. FC Köln angebrochen. Trainer Lukas Kwasniok will dabei weder eine Verpflichtung von Wunsch-Spieler Raphael Obermair ausschließen, noch weitere Bewegungen im Kader.

Die vergangenen Tage haben sich beim 1. FC Köln vornehmlich um die angestrebte Kader-Verkleinerung gedreht. Florian Dietz hat sich am Dienstag dem SSV Jahn Regensburg angeschlossen, Leart Pacarada wechselte am Donnerstag zum Liga-Rivalen 1. FC Heidenheim. Und Julian Pauli wurde einen Tag später inklusive Vertragsverlängerung an den Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden verliehen.

Zwar haben damit mitnichten bereits alle Spieler, denen eine Veränderung nahegelegt wurde, auch schon einen neuen Verein gefunden. Imad Rondic, Jacob Christensen und Sargis Adamyan sind nach wie vor noch mehr oder wenig aktiv auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Mit den drei feststehenden Abgängen hat Sportdirektor Thomas Kessler aber den Weg für einen weiteren Neuzugang freimachen können.

FC arbeitet weiter Obermair-Verpflichtung

Denn der Poker um eine Verpflichtung von Raphael Obermair ist nach wie vor in vollem Gange. Der FC will den Spieler unbedingt vom SC Paderborn verpflichten, der 29-Jährige will ebenfalls nach Köln wechseln. Bislang jedoch stellen sich die Ostwestfalen weiter quer, fordern dem Vernehmen nach 2,7 Millionen Euro für ihren Kapitän. Das letzte Angebot von Kessler soll derweil rund 700.000 Euro unter dieser Forderung gelegen haben.

Hatte sich Lukas Kwasniok in den vergangenen Tagen und Wochen zumeist offensiv hinsichtlich seines Ex-Spielers von der Pader geäußert, blieb der Trainer am Freitag und damit vier Tage vor Schließung des Transferfensters weitestgehend allgemein. „In den letzten Tagen einer Transferperiode passieren die verrücktesten Dinge. Wir werden sehen, was hier in Köln noch passiert“, sagte der 44-Jährige auf den Stand bei Obermair angesprochen.

Kwasniok blickt nach Stuttgart

Dabei richtete Kwasniok einen Blick nach Stuttgart, wo der bevorstehende 85-Millionen-Euro-Transfer von Nick Woltemade zu Newcastle United durchaus für Überraschung gesorgt hatte. „Ich bin mir recht sicher, dass viele Verantwortliche bis vor ein, zwei Tagen in Stuttgart auch noch nicht gewusst haben, dass sich sowas entwickeln wird. Ich bin gespannt, wie verrückt das Fenster bei uns noch werden wird“, meinte Kwasniok.

Einen konkreten Spieler beim oder für den FC hatte der Trainer dabei aber nicht im Hinterkopf. Vielmehr zeige es „die Erfahrung bei allen Vereinen“, dass kurz vor Toreschluss häufig unerwartete Dinge passieren können. „Deswegen wüsste ich nicht, warum das hier ausgeschlossen sein sollte. Es ist nichts in der Pipeline“, machte Kwasniok noch einmal deutlich, öffnete die Tür dann aber selbst noch einmal: „Aber was nicht ist, kann ja noch werden.“

Was meint Kwasniok mit „verrückt“?

Was der Trainer letztlich mit „verrückt“ meinte, ließ er am Freitag offen. Freilich wäre weder die Verpflichtung von Obermair als solches einzustufen, noch ein Abgang von Rondic, Christensen oder Adamyan. So dürfte sich Kwasniok auf der Abgabeseite vielmehr auf ein unmoralisches Angebot für einen seiner Leistungsträger beziehen – und auf der Zugangsseite womöglich auf einen Spieler, den bis dato noch gar niemand auf dem Zettel zu haben scheint.

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