Die U21 des 1. FC Köln ist nach fünf Spieltagen in der Regionalliga West auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Das Schlusslicht muss sich schnell berappeln, sonst droht eine harte Saison.
In den vergangenen zwei Jahren konnte sich der 1. FC Köln auf eines verlassen: Die U21 geriet unter Evangelos Sbonias nie auch nur in die Nähe der Abstiegsränge. 2023/24 wurde der FC in der Regionalliga West Sechster, in der Saison 2024/25 Achter. Zwei Jahre, in denen sich die Talente in der zweiten Mannschaft ohne Abstiegssorgen entwickeln konnten.
Im dritten Jahr unter Sbonias ist dem FC das erste Mal der Saisonstart gewaltig misslungen. Fünf Spiele, vier Niederlagen, der letzte Tabellenplatz und schon 14 Gegentore: Die Geißböcke spielen bislang weder defensiv stabil noch offensiv gefällig oder gefährlich. Der neu zusammengestellte Kader harmoniert noch nicht ansatzweise.
Sbonias erklärt die Probleme
„Jeder sieht, dass wir noch Probleme haben, die Basics im Spiel gegen den Ball aufs Feld zu bringen, um in der Regionalliga Spiele gewinnen zu können“, sagte Sbonias in dieser Woche dem GEISSBLOG. Der FC ist defensiv anfällig – egal ob bei langen Bällen, beim Kampf um zweite Bälle, in den Zweikämpfen oder bei Standards des Gegners. Die Folge: zahlreiche leichte Gegentore.
So auch am vergangenen Wochenende in Lotte. Exemplarisch das 1:2 zur Niederlage, als ein Eckball weder am ersten Pfosten bei der Kopfballverlängerung noch am zweiten Pfosten beim Torschützen ausreichend verteidigt wurde. Und hätte Torhüter Luis Hauer keinen herausragenden Tag erwischt, hätte die Partie erneut zu einem Debakel auswachsen können.
Sand im Getriebe – wie lange noch?
So wurde es zwar die bislang unglücklichste und knappste Niederlage der Saison. Davon kann sich der FC aber nichts kaufen, schon gar keine Punkte. Die aber werden dringend benötigt, am besten schon am Montagabend daheim gegen Wuppertal. Auch der WSV ist schwach gestartet (vier Punkte, Platz 14). Doch für einen Heimerfolg müsste der FC erst einmal die eigenen Sorgen in den Griff kriegen.
„Gerade die jüngeren Spieler haben häufiger Probleme, wenn sie in den Herrenbereich aufsteigen“, sagte Sbonias mit Blick auf die neu zusammengestellte und stark verjüngte Kölner Mannschaft. „Dass am Anfang noch Sand im Getriebe sein würde – mit so einem jungen Team und nach so vielen Veränderungen im Kader –, war klar. Wir brauchen noch Zeit.“
FC kann Abstiegskampf nicht gebrauchen
Das Problem: Viel Zeit hat der FC nicht. Die Stärke der vergangenen zwei Jahre war, dass der FC früh nichts mit dem Abstieg zu tun hatte und so die einzelnen Spieler in Ruhe entwickeln und auch mal Fehler machen lassen konnte. Im Abstiegskampf jedoch wäre diese Ruhe nicht vorhanden. Der FC müsste ums Überleben kämpfen. Und so brauchen die Geißböcke schnell Ergebnisse, um aus dem Gröbsten rauszukommen.
„Wir lügen uns nicht an: Wir sprechen auch die Tabelle intern klar an. Nur, wenn man etwas klar anspricht, kann man es verbessern“, sagte Sbonias, der „mit Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung“ die U21 auf Kurs bringen will. Keine einfache Aufgabe, nachdem der FC im Sommer zwölf externe Neuzugänge hinzuholte und zahlreiche Talente aus der U19 aufrückten. Ein Umbruch, der Zeit brauchte. Das war von vorne herein klar gewesen. Doch dass er so viel Zeit brauchen würde, könnte nun zu einem Problem werden.







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