Top-Scorer der Vorbereitung: FC-Routinier kämpft um seinen Platz

Florian Kainz war in den Testspielen bislang an mehr Toren als jeder andere Profi des 1. FC Köln beteiligt. (Foto: Bucco)
Florian Kainz war in den Testspielen bislang an mehr Toren als jeder andere Profi des 1. FC Köln beteiligt. (Foto: Bucco)

Er zählt unter Lukas Kwasniok derzeit wohl nicht zur ersten Wahl, betreibt allerdings viel Eigenwerbung: Florian Kainz ist in der Saisonvorbereitung des 1. FC Köln bislang der Top-Scorer.

Wer hätte das gedacht: Nicht etwa Ragnar Ache und Luca Waldschmidt haben in der Saisonvorbereitung des 1. FC Köln bisher die meisten Scorerpunkte gesammelt, sondern Florian Kainz. Kein anderer Profi der Geißböcke war in den fünf Testspielen an so vielen Toren beteiligt wie der Routinier.

Gegen Bergisch Gladbach (7:1), Fortuna Köln (2:2), Leicester City (3:1), Siegburg (7:0) und Vitesse Arnheim (7:4) gelangen dem FC insgesamt 26 Treffer – bei acht davon hatte Kainz seine Füße im Spiel.

Standardspezialist Kainz

Gegen Fortuna und Leicester traf der Österreicher per Elfmeter, wobei der Ball gegen die Engländer erst im Nachschuss im Netz landete. Vor allem aber tritt Kainz als Vorbereiter in Erscheinung, schon sechsmal legte er auf – allein dreimal gegen Arnheim. Drei seiner Vorlagen waren Standards, auch in dieser Disziplin sammelt er Pluspunkte.

Dem 32-Jährigen dürfte aufgrund der Konkurrenzsituation bewusst sein, dass es für ihn in dieser Saison wohl schwieriger denn je wird, Einsatzminuten zu sammeln. Auf seiner Lieblingsposition im linken offensiven Mittelfeld gibt es mit Jakub Kaminski und Said El Mala hochkarätige Zugänge. Auch Linton Maina, der aktuell vornehmlich als linker Schienenspieler aufgeboten wird, ist eine Option.

Lukas Kwasniok setzte Kainz in den jüngsten drei Testspielen gegen Leicester, Siegburg und Arnheim jeweils im Mittelfeldzentrum ein. Eine Position, die der Österreicher in den vergangenen Jahren schon mehrfach eingenommen hat, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Und auch hier ist die Konkurrenz groß, Eric Martel und Isak Johannesson gelten als erste Optionen.

Kainz als „Crunch-Time-Spieler“?

Trotz seiner guten Scorer-Quote wäre es eine Überraschung, sollte Kainz zum Saisonstart in Kwasnioks Stammelf stehen. Doch fraglos bietet er sich – gerade durch seine Qualitäten als Standardschütze – für die entscheidenden Phasen des Spiels an. „Einwechselspieler sind für mich Crunch-Time-Spieler“, sagte Kwasniok zuletzt im GEISSBLOG-Interview: „Die meisten Spiele werden hintenraus entschieden – da musst du da sein, da musst du mit allem bereit sein.“

Gefolgt wird Top-Scorer Kainz im Übrigen von Ragnar Ache (fünf Tore, eine Vorlage) sowie Luca Waldschmidt (vier Tore, zwei Vorlagen), die bislang an sechs Testspiel-Treffern beteiligt waren und um den Startplatz in der Sturmspitze konkurrieren. Jakub Kaminski (zwei Tore, zwei Vorlagen) und Linton Maina (vier Tore) kommen jeweils auf vier Torbeteiligungen.

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