„Alles abverlangt“, aber verloren: FC weiter ohne Punkt und Tor

Der 1. FC Köln um Sandra Maria Jessen (l.) unterlag dem SC Freiburg. (Foto: IMAGO / Eibner)
Der 1. FC Köln um Sandra Maria Jessen (l.) unterlag dem SC Freiburg. (Foto: IMAGO / Eibner)

Die Frauen des 1. FC Köln haben auch das zweite Spiel der neuen Bundesliga-Saison verloren. Beim SC Freiburg mussten sich Trainerin Britta Carlson und ihr Team am Freitagabend mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Nächste Nullrunde für die Frauen des 1. FC Köln: Nach der 0:2-Auftaktpleite gegen RB Leipzig mussten die Geißböcke auch am zweiten Spieltag eine Niederlage einstecken. 0:1 hieß nach dem Gastspiel beim SC Freiburg. Auch nach dem Trip in das mehr als 430 Kilometer entfernte Freiburger Dreisamstadion warten die Kölnerinnen also noch auf ihren ersten Punkt und ihr erstes Tor der in der neuen Erstliga-Spielzeit.

Bitter aus Sicht des FC: Im ersten Durchgang war Carlsons Truppe klar am Drücker, ließ aber reihenweise Chancen liegen. „Sie haben uns alles abverlangt in der ersten Halbzeit“, meinte Freiburg-Coach Edmond Kapllani. Doch wie schon gegen Leipzig wollte die Kugel beim FC vorne einfach nicht im Netz landen. In der zweiten Halbzeit berappelte sich Freiburg dann. Und machte den Fehlstart für Carlson und ihr Team schlussendlich perfekt.

Tore und Highlights

14. Minute: Riesen-Szene der neuen FC-Kapitänin Hegerin! SC-Stürmerin Fölmli wird geschickt und sprintet im Voll-Speed aufs FC-Tor zu. Aber Hegering läuft hinterher, holt Meter um Meter auf – und klärt die Situation schließlich mit beherztem Körpereinsatz. Da hat sich Köln eine richtige Hochkaräterin geangelt.

24. Minute: Wiankowska marschiert los und bedient Achcinska am Freiburger Sechzehner. Die Kölner Angreiferin schlägt einen schnellen Haken und zieht ab. Der Abschluss ist allerdings nicht platziert genug. Freiburg-Keeperin Benkhardt packt sicher zu.

42. Minute: Fast der Rückstand vor der Pause für den FC. Hegering will einen Freiburger Freistoß aus der Gefahrenzone klären, bedient aber unfreiwillig Freiburgs Stegemann, die haarscharf vorbeiköpft. Das war im ersten Durchgang die beste Möglichkeit für die Gastgeberinnen.

50. Minute: Freiburgs Fölmli dreht sich clever um Gegenspielerin Agrez herum und kommt frei im Sechzehner zum Schuss. FC-Keeperin Schmitz muss in die kurze Ecke hechten – und hält den Ball stark. Freiburgs nächste dicke Chance.

67. Minute: Eine irre Szene. Wiankowska bringt für den FC eine Ecke rein – und Köln hat anschließend eine Dreifach-Chance. Doch wer auch immer im Gewühl nach der Kugel stochert: Die Kugel will einfach nicht ins Tor. Zum Haareraufen!

71. Minute: Ganz, ganz bitter: Freiburgs Vobian bringt einen Freistoß aus 25 Metern mit viel Gefühl in den Strafraum. Dort setzt sich Fölmli im Luftduell gegen Achcincska durch und köpft aufs Tor. Schmitz ist noch dran, kann den Ball aber nicht mehr entscheidend ablenken. Das 0:1 aus Kölner Sicht. Den knappen Vorsprung brachten die Freiburgerinnen anschließend ins Ziel.

Personal

So spielte der FC: Schmitz – Imping (83. Matysik), Hegering, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Vogt, Achcinska (73. Leimenstoll), Donhauser, Jessen (83. Schiffarth) – Zawistowska (61. Andrade).

Zur Aufstellung: Neu-Kapitänin Marina Hegering, die den Auftakt gegen Leipzig noch mit muskulären Beschwerden verpasst hatte, stand diesmal in der Anfangsformation und gab ihr Köln-Debüt. Sie ersetzte in der Innenverteidigung die gelb-rot-gesperrte Celina Degen. Rückkehrerin Weronika Zawistowska, die gegen Leipzig nach ihrer Einwechselung ordentlich Betrieb gemacht hatte, startete diesmal an vorderster Front, dafür rotierte Lydia Andrade auf die Bank. Defensivspielerin Anna Gerhardt musste zudem kurzfristig passen, dafür spielte Martyna Wiankowska, die auf die Linksverteidigerposition rückte.

Fazit

Die Kölnerinnen begannen mit viel Schwung und hatten in den ersten 45 Minuten ein klares Chancen-Plus. Das sah deutlich besser aus als noch vor einer Woche zum Auftakt gegen Leipzig. Allein wollte die Pille wieder mal nicht ins Tor. Die FC-Mädels müssen in der Offensive noch deutlich kaltschnäuziger werden. Carlsons Auftrag ist also klar: Die Trainerin muss ihrem Team in der kommenden Trainingswoche irgendwie das Tor-Gen einimpfen. Damit am kommenden Sonntag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg endlich der erste Saisontreffer fällt.

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