Jacob Christensen verlässt den 1. FC Köln und schließt sich dem norwegischen Erstligisten Molde FK an. Der Däne hatte bei den Geißböcken nie den Durchbruch geschafft und hofft nun auf einen Neuanfang.
Zwei Jahre nach seinem Wechsel verlässt Jacob Christensen den 1. FC Köln schon wieder. Der dänische Mittelfeldspieler war im Sommer 2023 in die Domstadt gekommen und hatte perspektivisch die Lücke füllen sollen, die Ellyes Skhiri mit seinem Abgang zu Eintracht Frankfurt hinterlassen hatte.
Dieser Aufgabe konnte der inzwischen 24-Jährige aber zu keinem Zeitpunkt gerecht werden. Nach längerer Anpassungsphase und einer Knieverletzung war Christensen in der Rückrunde der Abstiegssaison zu sieben Einsätzen gekommen. In der Sommer-Vorbereitung auf die anstehende Zweitliga-Saison hatte sich der Däne dann Ex-Trainer Gerhard Struber präsentieren wollen, zog sich aber noch im Trainingslager einen Kreuzbandriss zu.
Seither absolvierte Christensen kein einziges Pflichtspiel mehr für den 1. FC Köln. Weitere werden auch nicht hinzu kommen, denn ein Jahr vor Vertragsende wechselt der Mittelfeldspieler nun nach Norwegen zu Molde FK. Beim FC war Christensen bereits vor knapp zehn Tagen aus dem Profi-Training mit dem klaren Hinweis aussortiert worden, während der Saison wohl auf keine Einsatzzeiten zu kommen.
Das sagen Christensen und Kessler
Nun hofft Christensen, seiner Karriere in Norwegen wieder neuen Schwung verleihen zu können. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass die Zeit beim FC anders verlaufen wäre. Ich bin mit dem Ziel hierhergekommen, zu spielen. Leider hat mich vor allem die schwere Verletzung im letzten Sommer ausgebremst. Trotzdem habe ich mich hier immer sehr wohlgefühlt. Jetzt geht es für mich zurück nach Skandinavien, wo ich endlich wieder auf dem Platz stehen möchte. Dem FC und allen meinen Teamkollegen möchte ich Danke sagen und wünsche ihnen alles Gute für die Saison“, sagt Jacob Christensen.
Sportdirektor Thomas Kessler sagt: „Jacob und wir haben uns die gemeinsame Zeit beim FC sicher anders vorgestellt. Er ist mit großen Ambitionen zu uns gekommen, wurde aber leider durch zwei schwere Verletzungen zurückgeworfen. Trotz seiner vorbildlichen Arbeit in der Reha musste er mit einem Rückstand in die Saison starten, den er ohne regelmäßige Spielpraxis nicht aufholen kann. Diese Möglichkeit können wir Jacob aktuell nicht geben – und haben dies offen und ehrlich mit ihm besprochen. Umso mehr freuen wir uns, dass er nun einen Verein gefunden hat, bei dem er die Chance erhält, sich Schritt für Schritt wieder an sein bestes Niveau heranzuarbeiten. Dafür wünschen wir Jacob viel Erfolg und alles Gute – und bedanken uns gleichzeitig für seinen Einsatz beim FC.“
Vierter Abgang in den letzten Tagen
Beim 1. FC Köln hat sich damit auf der Abgabeseite in den vergangenen Tagen noch einiges getan. Nach Florian Dietz (Jahn Regensburg), Leart Pacarada (1. FC Heidenheim) und Julian Pauli (Leihe nach Dresden) ist Christensen der vierte Abgang. Ob sich auch noch für Sargis Adamyan und Imad Rondic Lösungen finden, ist offen. Bis 20 Uhr ist das Transferfenster in den großen europäischen Ligen noch geöffnet. Wechselmöglichkeiten gibt es allerdings auch danach noch in einige andere Länder.







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