Auf welche Startelf vertraut Lukas Kwasniok in Leipzig? Der Trainer des 1. FC Köln denkt darüber nach, in welcher Rolle Said El Mala den Geißböcken am meisten hilft und wird wieder von Beginn an auf Isak Johannesson setzen.
Er kam von der Bank und ging als Spieler des Spiels vom Platz – zumindest nach Meinung der Fans. Said El Mala, der den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich mit einem Wahnsinns-Dribbling vorbereitet hatte, wurde nach dem 3:3 in Wolfsburg von den Anhängern des 1. FC Köln mit mehr als 50 Prozent der Stimmen zum Man of the Match gekürt.
Nicht wenige Fans fragen sich: Wann darf El Mala, der in seinen ersten drei Bundesliga-Partien bereits zwei Scorer-Punkte gesammelt hat, von Beginn ran? Sportdirektor Thomas Kessler und Lukas Kwasniok werden nicht müde, zu erklären, dass es schon ein Unterschied ist, ob man als Startelf-Spieler oder als Joker abliefert – Kwasniok lässt sich aber alles offen.
Kwasniok: „Ich werde keinen bremsen“
„Bei einem so jungen Spieler passt die Einsatzzeit aktuell ganz gut. Dennoch will ich nicht ausschließen, dass er irgendwann mal, das kann auch schon am Samstag der Fall sein, von Beginn an aufläuft. Dafür ist der Spieler mit seinen Qualitäten einfach auch zu gut“, lässt der FC-Trainer vor dem Gastspiel in Leipzig die Startelf-Tür offen und erinnert: „Ich habe immer gesagt: Ich werde keinen bremsen, sondern die Jungs aufstellen, wo ich das Gefühl habe: Mit denen ist die Wahrscheinlichkeit, ein Spiel zu gewinnen, am höchsten.“
Bislang sagt ihm sein Gefühl allerdings, dass El Mala der Mannschaft als Joker am meisten hilft. „Fakt ist: Er bringt in der Offensive eine Qualität, die es ganz selten gibt, weil er dribbeln kann und dabei sehr schnell ist, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Zum Fußballspiel gehört aber auch dazu, dass du in die andere Richtung arbeiten musst. Das ist zu Beginn noch wichtiger als in der letzten halben Stunde, wo du darauf hoffen kannst, dass der Gegner müde ist und nicht mit allen Mann attackiert“, erklärt Kwasniok.
Zwei Wechsel in der Startelf?
Beachtlich: An den bislang acht Kölner Ligatreffern waren fünf eingewechselte Spieler beteiligt. „Bisher hatten die Jungs, die hintenraus auf dem Feld waren, entscheidenden Anteil daran, dass wir erfolgreich sind. Ich bin mir nicht sicher, ob die Ausbeute die gleiche bleiben würde, wenn ich daran etwas verändern würde“, rätselt Kwasniok. Und so deutet viel darauf hin, dass El Mala in Leipzig erneut als Edeljoker kommt. „Aktuell tut er uns hintenraus schon richtig, richtig gut“, betont der Trainer noch einmal.
Als gesichert gilt derweil, dass der vergangene Woche aufgrund einer Blessur erst zur Pause eingewechselte Isak Johannesson wieder beginnen wird. Dazu stellt sich die Frage, wer den an der Schulter operierten Rav van den Berg ersetzt. Mit dem gebürtigen Leipziger Tom Krauß könnte Kwasniok das System während des Spiels flexibel anpassen, zwischen Dreier- und Viererkette variieren.
So könnte der 1. FC Köln beginnen: Schwäbe – Schmied, Krauß, Hübers – Sebulonsen, Johannesson, Martel, Lund – Thielmann, Bülter, Kaminski








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