Erneute Kandidatur? Adenauer nimmt es „sportlich“, Stroman „unendlich traurig“

Wilke Stroman hat eine Niederlage bei der Vorstandswahl hinnehmen müssen. (Foto: IMAGO / Huebner)
Wilke Stroman hat eine Niederlage bei der Vorstandswahl hinnehmen müssen. (Foto: IMAGO / Huebner)

Jörn Stobbe, Jörg Alvermann und Ulf Sobek bilden den neuen Vorstand des 1. FC Köln. Die Teams rund um Sven Adenauer und Wilke Stroman haben derweil eine klare Niederlage einstecken müssen. Nach der Wahl sprachen die Verlierer über…

…die Wahlniederlage:

Sven Adenauer: „Ich nehme es sportlich auf. Ich hätte mir ein paar Prozentpunkte mehr gewünscht. Es war eine eindeutige Entscheidung und das muss man respektieren. Ich bin stolz darauf, dass ich so ein tolles Team hatte und wir die Unterschriften überhaupt zusammen bekommen haben. Damit haben wir die Möglichkeit für die Mitglieder geschaffen, auszuwählen. Ich hoffe, dass es sich in Zukunft auch andere Leute trauen. Ich bin mit mir ganz im Reinen und gratuliere den Gewinnern. Ich drücke dem neuen Vorstand die Daumen, dass sie den FC so nach vorne bringen, wie er es verdient hat.“

Wilke Stroman: „Ich bin unendlich traurig. Es ging mir gerade sehr nahe und meinen beiden Kollegen auch. Wir haben alles gegeben, sechs Monate unfassbar viel Arbeit investiert. Am Ende des Tages ist das Ergebnis relativ deutlich. Wir gratulieren dem Team Stobbe von Herzen und wünschen ihnen für die nächsten drei Jahre ein gutes Händchen für unseren Verein.“

…die Gründe für die Niederlage:

Sven Adenauer: „Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet. Ob die Kurve doch mit so vielen Leuten da war und Druck ausgeübt hat, weiß ich nicht. Es waren viele junge Leute da. Mit mehr Grauhaarigen wären meine Chancen glaube ich etwas größer gewesen (lacht). Wir hätten ein paar Prozentpunkte mehr verdient gehabt.“

Wilke Stroman: „Ich stelle mir selbst die Frage nach den Gründen. Ich hätte nicht gedacht, dass es ein lupenreiner Heimsieg wird. Ich dachte, es wird eine knappe Kiste. Wir haben viel mobilisiert und viele Leute im Stadion gehabt. Woran es gelegen hat, dass es so eindeutig war, kann ich noch nicht sagen.“

…den Wahlkampf:

Sven Adenauer: „Wir haben uns nicht ständig angegiftet. Es wird ein Ziel sein, dass der neue Vorstand bestrebt ist, Einigkeit herzustellen. Wir sind der 1. FC Köln und wir müssen den Anspruch haben, geeint zu sein. Da sind wir bärenstark.“

Wilke Stroman: „Der Wahlkampf war wirklich lang. Es war anstrengend mir Höhen und Tiefen. In Summe ist es fair gelaufen, in den Teams haben wir uns mit Respekt verhalten. Von außen merkt man, dass dieses Amt eins ist, das ein hohes Ansehen hat. Da hätten wir uns den ein oder anderen Gegenwind gerne gespart, können aber ohne böses Blut nach hinten blicken.“

…eine erneute Kandidatur:

Sven Adenauer: „Die nächste Jahr wird aller Voraussicht nach in drei Jahren sein. Da stehe ich dann nicht mehr zur Verfügung.“

Wilke Stroman: „Ich habe angegeben, dass ich nochmal antreten würde in drei Jahren. Der FC ist mein Verein und die Aufgabe wäre eine Herzensangelegenheit gewesen. Deswegen war meine Überzeugung, nicht direkt aufzugeben, wenn man eine Niederlage kassiert. Heute Abend würde ich das nicht direkt so sagen. Da brauche ich jetzt ein bisschen Zeit. Die Tür ist aber nicht zu, jetzt gerade fühlt es sich aber nicht so gut an.“

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