„Mega Vorlage“: So lief das erste Heimspiel für den neuen FC-Vorstand

Der neue Vorstand des 1. FC Köln vor dem Anstoß gegen den VfB Stuttgart. (Foto: IMAGO / Nordphoto)
Der neue Vorstand des 1. FC Köln vor dem Anstoß gegen den VfB Stuttgart. (Foto: IMAGO / Nordphoto)

Gänsehaut vor Anpfiff, Ernüchterung nach 90 Minuten: Der frisch gewählte Vorstand des 1. FC Köln hat bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart seinen Einstand im RheinEnergieStadion gefeiert.

Sein erstes Heimspiel in offizieller Funktion hatte sich der neue Vorstand des 1. FC Köln wohl anders erhofft. Am Ende mussten Präsident Jörn Stobbe sowie seine beiden Vize Jörg Alvermann und Ulf Sobek eine 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart hinnehmen. Nichtsdestotrotz dürfte das frisch gewählte Trio einen besonderen Sonntag im RheinEnergieStadion erlebt haben.

Rund eine halbe Stunde vor dem Anpfiff wurde der neue Vorstand vor der Südkurve von Stadionsprecher Michael Trippel offiziell begrüßt. Hatten tags zuvor knapp 6000 FC-Mitglieder der offiziellen Wahl beigewohnt, konnten sich am Sonntag mehrere zehntausend FC-Fans einen ersten Eindruck vom neuen Vorstand verschaffen.

Das sagte der neue Vorstand vor Anpfiff

Und dieser war vor Anpfiff noch immer schlicht überwältigt. „Es war ein so großartiges Gefühl, wirklich fantastisch“, richtete Präsident Jörn Stobbe das Wort an die Fans. Das Trio sei „sehr dankbar“, angesichts fast 65 Prozent der Stimmen, „so ein Vertrauen bekommen zu haben. Für unser Ziel, den Zusammenhalt, ist das eine mega Vorlage.“

Vize-Präsident Jörg Alvermann ergänzte: „Es ist einiges abgefallen in dem Moment, bei Ulf noch mehr als bei mir. Ein Tränchen haben wir auch verdrückt. Es war eine riesige Gefühlsexplosion. Wir sind einfach stolz.“ Ulf Sobek, der am Sonntagmorgen noch die rund 150 Kilometer bis nach Warbeyen gefahren war, um die FC-Frauen in der ersten Runde des DFB-Pokals zu unterstützen, sagte: „Es ist ein Kindheitstraum wahr geworden, ich freue mich sehr auf die Aufgabe.“

Ex-Geschäftsführer Alexander Wehrle auf der Tribüne. Rechts darüber FC-Vizeprädient Jörg Alvermann. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Wiedersehen mit Ex-Geschäftsführer

Im Anschluss daran erhielten die drei Vorstände noch jeweils ein Heimtrikot mit der Nummer 25 für das Jahr des Wahlsieges und ihren jeweiligen Namen. Auf der Tribüne begegnete der neue Vorstand dann direkt auch einem alten FC-Bekannten: Nur wenige Reihen vor ihnen nahm Alexander Wehrle Platz. Der Vorstandsvorsitzende des VfB war zwischen 2013 und 2022 Geschäftsführer des FC. In diesem Zeitraum (2013 bis 2018 und 2019 bis 2021) saß Stobbe beim FC Aufsichtsrat der KGaA und dürfte Wehrle daher noch bestens kennen.

Zudem dürften sich die drei gedanklich mit Anpfiff direkt einer weiteren Aufgabe angenommen haben. Während einer Ultra-Choreo in S4 brannte zu Spielbeginn eine Pyrofackel, später wurde auch in anderen Blöcken gezündet, was bekanntlich eine Verbandsstrafe seitens des DFB nach sich ziehen wird. Der ausgeschiedene Vorstand rund um Werner Wolf hatte der aktiven Fanszene stets eine lange Leine hinsichtlich Pyrotechnik gelassen. Wie das neue Trio damit konkret umgehen wird, ist aktuell noch ungewiss.

Stobbe, Alvermann und Sobek auf der Tribüne während des Spiels. (Foto: Bucco)

Sportliche Niederlage für neuen Vorstand

Der Spieltag endete für Stobbe und Co. derweil weniger erfreulich. Hatte der Vorstand nach vier Minuten noch ausgelassen seinen ersten Treffer in offizieller Funktion bejubeln können, stand am Ende eine vermeidbare 1:2-Niederlage auf der Anzeigetafel. Für den neuen Vorstand war es damit ein emotionaler, wenn auch sportlich ernüchternder Einstand – mit vielen Eindrücken für die ersten Wochen im Amt.

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