Der 1. FC Köln hat nach seinem Traumstart in die Bundesliga-Saison einen Dämpfer kassiert. Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen war für den Aufsteiger die perfekte Grundlage, um sich in der Tabelle früh Luft zu verschaffen. Nun müssen die Kölner mit einer neuen Situation umgehen.
Zweimal in Folge stand der 1. FC Köln nun trotz engagierter Leistung mit leeren Händen da. Nach dem spielerischen wohl stärksten Auftritt in Leipzig sowie dem späten Knockout gegen den VfB Stuttgart, muss Trainer Lukas Kwasniok nun zum ersten Mal in seiner Amtszeit als FC-Coach zwei Niederlagen moderieren.
Dabei hatte wohl ohnehin niemand im FC-Umfeld ernsthaft erwartet, dass die Geißböcke ihre Erfolgsserie unbegrenzt fortsetzen würden. Schon gar nicht gegen Gegner wie Leipzig und Stuttgart, die von ihrem eigenen Anspruch her beide um die internationalen Plätze spielen. Beide Partien haben allerdings gezeigt: Der FC kann mithalten und auch solche Gegner an den Rande einer Niederlage bringen. Nur: Zog der FC zum Saisonstart einige enge Spiele noch auf seine Seite, hat sich die Mannschaft nun zweimal nicht belohnen können. Am Ende stehen null Punkte da, wo es mindestens einer, vielleicht sogar drei hätten sein können.
Das sagen die FC-Profis
Für Kwasniok und seine Mannschaft ist das der erste kleine Rückschlag. Aber es ist einer, mit dem der FC wohl vorerst leben kann. „Wir müssen bei uns bleiben, auch mit den Niederlagen gut umgehen und gut analysieren“, forderte Mittelfeldmann Tom Krauß nach dem Abpfiff gegen Stuttgart. „Wir müssen weitermachen, weiter punkten. Egal, wie es von außen betrachtet wird. In Hoffenheim wollen wir wieder eine gute Leistung bringen und dann auch punkten. Das haben wir heute leider nicht geschafft.“
Beim FC weiß man, dass die eigene Stärke nicht darin liegt, Gegner wie Leipzig oder Stuttgart fußballerisch auseinanderzunehmen. „Wir sind am Anfang ruhig geblieben, als wir gewonnen haben. Da werden wir auch jetzt ruhig bleiben und versuchen, es wieder besser zu machen“, erklärte Marvin Schwäbe. Der Keeper fügte an: „Andererseits wissen wir, wo wir herkommen und dass wir Stuttgart oder Leipzig nicht an die Wand spielen werden. Nächste Woche wollen wir es wieder besser machen.“
Nur wenig Zeit zur Aufarbeitung
Viel Zeit zum Analysieren bleibt diesmal nicht. Schon am Freitagabend geht es bei der TSG Hoffenheim weiter. Nach einem freien Montag bleiben dem FC drei Trainingstage für die Vorbereitung auf die Partie im Kraichgau. Ein positives Ergebnis wäre dort umso wichtiger, als dass es danach erneut in die Länderspielpause geht und die Tabelle dann für zwei Wochen eingefroren wird.
Schon vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg hatte Kwasniok von einem „harten Block“ bis zur nächsten Länderspielpause gesprochen. Ohnehin erklärte der Trainer bereits vor Saisonstart, dass er die Spielzeit gedanklich stets in die Blöcke zwischen den Länderspielpausen einteilen würde. Bislang steht in diesem Block für den FC nur ein Zähler. Mit einem Erfolg in Hoffenheim könnte der Trainer wohl auch ergebnistechnisch deutlich zufriedener in die zweite Pause der Saison gehen.








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