„Okay, macht Sinn!“ Waldschmidt über Kwasnioks Ideen und seinen Spielstil

Luca und Lukas: Waldschmidt und Kwasniok nach dem Sieg in Mainz. (Foto: IMAGO / Steinsiek.ch)
Luca und Lukas: Waldschmidt und Kwasniok nach dem Sieg in Mainz. (Foto: IMAGO / Steinsiek.ch)

Startelf, Joker, Bankspieler: Luca Waldschmidt hat in den ersten drei Pflichtspielen des 1. FC Köln bereits alle Rollen erfüllen müssen. Damit steht er sinnbildlich für den Weg von Lukas Kwasniok – den Waldschmidt aber gut findet.

Im DFB-Pokal stand Luca Waldschmidt in der Startelf, konnte jedoch nicht überzeugen. Bei Mainz 05 verhalf der Angreifer als Joker dem 1. FC Köln zum Sieg, als seine Flanke Marius Bülter fand. Daheim gegen seinen Ex-Club Freiburg saß Waldschmidt dann jedoch 90 Minuten auf der Bank.

Nicht der Start, den sich 29-Jährige unter dem neuen FC-Trainer gewünscht hat. Auch wenn die drei Siege für den FC und die Entscheidungen von Lukas Kwasniok sprechen. Insbesondere Waldschmidts Rolle in Mainz, als er als Stürmer ins Spiel kam und dann mit Bülter die Positionen tauschte und plötzlich rechter Schienenspieler wurde.

Waldschmidt: „Wenn man näher draufschaut…“

Doch die unkonventionelle Idee ging auf. Waldschmidt bekam den Platz, um von rechts ins Halbfeld zu ziehen und dort mit seinem starken Linken zu flanken. „Der Trainer hat mir bei meiner Einwechslung klar gesagt, dass das eine Lösung sein kann. Ich würde sagen, da hatte er recht“, sagte Waldschmidt nun dem kicker. Überhaupt sprach der 29-Jährige offen und positiv über den neuen FC-Coach.

„Ich mache mir auch gerne viele Gedanken über Fußball, das ist bei ihm genauso. Er schaut extrem viele Spiele und hat dann Anmerkungen oder Ideen, auf die man im ersten Moment vielleicht gar nicht kommen würde“, sagte Waldschmidt. „Wenn man dann näher draufschaut, denkt man: Okay, macht Sinn.“ So wie in Mainz.

Waldschmidt wie Huseinbasic

Und so konnte Waldschmidt gegen Freiburg auch damit leben, dass er nicht eingewechselt wurde. Auch, weil er wusste, dass Kwasniok mit der Auswechslung von Timo Hübers zur Halbzeit einen nicht geplanten Wechsel hatte vorziehen müssen, weshalb neben Waldschmidt auch Linton Maina überhaupt nicht zum Einsatz gekommen war.

Einerseits ein Zeichen für die neue Breite im FC-Kader, andererseits ein Signal Kwasnioks, dass er es ernst meint mit seiner Ansage: „Es gibt keine Stammelf, nur eine Startelf.“ So hatte auch Denis Huseinbasic gegen Freiburg überraschend beginnen dürfen, nachdem er im Pokal auf der Tribüne und in Mainz 90 Minuten auf der Bank gesessen hatte.

Generell glaube ich, dass meine Art Fußball zu spielen, viel mit dem übereinstimmt, was er sehen will

Luca Waldschmidt über Lukas Kwasniok

Auch Waldschmidt muss sich daran erst gewöhnen, jede Woche nicht sicher sein zu können, ob er von Beginn an oder als Joker gefragt sein wird. Doch der Ex-Nationalspieler findet sich grundsätzlich im Kwasniok’schen Fußballstil gut wieder. „Er verfolgt einen sehr fußballerischen Ansatz, ist trotzdem ergebnisorientiert und hat den Blick dafür, was ein Spiel gerade braucht“, lobte Waldschmidt. „Generell glaube ich, dass meine Art Fußball zu spielen, viel mit dem übereinstimmt, was er sehen will.“

Auch deswegen war Waldschmidt als einer der vermeintlichen Gewinner aus der Vorbereitung gegangen und hatte Ragnar Ache im Sturmzentrum hinter sich gelassen. Die Bülter-Verpflichtung veränderte diese Reihenfolge dann noch einmal, sodass sich Waldschmidt gerade mit Jan Thielmann auf der rechten Sturmposition duelliert. Zwei unterschiedliche Spieler, die in unterschiedlichen Spielen gebraucht werden dürften.

Wie Waldschmidt sein Spiel sieht

Waldschmidt glaubt, dass er in dieser Saison dem FC entscheidend wird helfen können in der Bundesliga zu bleiben. „Ich bin zwar nicht ständig mit spektakulären Aktionen im Mittelpunkt, aber ich bin immer im Spiel und arbeite für die Mannschaft“, beschrieb er sein Spiel. „Oft reicht dann eine einzige Situation, um eine Partie zu entscheiden – und genau in solchen Momenten will ich da sein. Diese Mischung aus konstantem Einsatz und dem Gespür für den entscheidenden Augenblick macht mein Spiel aus.“

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