„Top!“ Kwasniok schwärmt über Stuttgart – und durfte selbst nicht zum VfB

Lukas Kwasniok freut sich auf sein zweites Heimspiel. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok freut sich auf sein zweites Heimspiel. (Foto: Bucco)

Bei seinem zweiten Heimspiel als Trainer des 1. FC Köln kommt es für Lukas Kwasniok zum Wiedersehen mit einem früheren Weggefährten. Stuttgarts Sportboss Fabian Wohlgemuth holte Kwasniok einst zum SC Paderborn und wollte ihn auch zum VfB lotsen.

Vier seiner ersten fünf Pflichtspiele mit dem 1. FC Köln musste Lukas Kwasniok in der Fremde bestreiten. So verwundert es nicht, dass es fast einen Monat nach seiner Müngersdorf-Premiere gegen Freiburg (4:1) aus dem Trainer herausbricht: „Yabba Dabba Doo, endlich daheim!“ So klingt Vorfreude.

Wie Respekt klingt, zeigt sich wiederum, wenn Kwasniok über den Gegner spricht, der am Sonntagabend (17.30 Uhr) im RheinEnergieStadion gastiert, den VfB Stuttgart: „Brutale Qualität, brutale Mannschaft, ein Top-Trainer. Seit Jahren haben sie eine ganz klare Fußballphilosophie, die sie an den Tag legen. Sie wollen den Gegner mit ihrem Ballbesitzspiel dominieren, man muss leiden und verteidigen.“

Kwasniok lobt Hoeneß, wäre aber selbst fast VfB-Trainer geworden

Als dem FC 2022 der Sprung in die Conference League gelang, entrang der VfB nur knapp dem Abstieg – durch einen Sieg gegen die Geißböcke am letzten Spieltag. Es folgten eine Relegations-Teilnahme, eine Vize-Meisterschaft und ein DFB-Pokal-Sieg. „Sie haben sich schnell entwickelt und sehr gute personelle Entscheidungen getroffen – insbesondere auf der Sport-Geschäftsführer- und der Trainer-Position“, lobt Kwasniok.

Bemerkenswert: Dieser gelobte Sport-Geschäftsführer, Fabian Wohlgemuth, wollte eigentlich Kwasniok zum VfB holen. Der Trainer und der Manager kennen sich vom SC Paderborn, wo Wohlgemuth Sportchef war, als Kwasniok 2021 anheuerte.

Es lag damals auf der Hand, als Fabian nach Stuttgart gegangen ist, dass es ein Interesse gab.

Lukas Kwasniok

Ende 2022 zog es den Funktionär dann nach Stuttgart – und der Trainer sollte nachkommen. Das verriet Kwasniok erst vor wenigen Wochen im Podcast Phrasenmäher: „Es lag damals auf der Hand, als Fabian nach Stuttgart gegangen ist, dass es ein Interesse gab. Es waren vertiefte Gespräche, der SC Paderborn hat mich grundsätzlich aber nicht gelassen. Sie haben dem einen Riegel vorgeschoben, damit war die Chance damals weg.“

Stattdessen päppelte der von Kwasniok hochgeschätzte Sebastian Hoeneß den VfB wieder auf. Kwasniok selbst landete mit mehr als zwei Jahren Verspätung in der Bundesliga – und will den Club, bei dem er 2023 beinahe unterschrieben hätte, nun am Sonntagabend schlagen.

Kwasniok: „Kann ein wildes Spiel werden“

Auch wenn der FC-Coach über die Stuttgarter Verantwortlichen und den VfB-Fußball schwärmt, ist er durchaus optimistisch: „Wir sind jetzt auch nicht auf der Wurstsuppe dahergeschwommen, wir haben auch ein bisschen was drauf.“ Immerhin sind die Geißböcke nach vier Spieltagen Tabellenvierter.

„Mit den Fans im Rücken kann es durchaus ein wildes Spiel werden“, glaubt Kwasniok an ein Spektakel, „weil beide Mannschaften nach vorne spielen wollen“. Wobei es ihm nach dem 3:3 in Wolfsburg und dem 1:3 in Leipzig ganz recht wäre, „diesmal keine drei Gegentore zu bekommen, sondern eins mehr zu schießen als der Gegner“.

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