Der 1. FC Köln hat im Transfersommer 2025 insgesamt elf neue Spieler verpflichtet. Doch was wurde aus jenen Spielern, die ebenfalls gehandelt wurden, aber nicht ans Geißbockheim wechselten?
Selten oder womöglich noch nie wurden in einem Sommer derart viele Spieler mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wie in diesem. Wie groß das Interesse an den einzelnen Akteuren wirklich war, wissen wohl nur die Verantwortlichen um Sportdirektor Thomas Kessler. Der GEISSBLOG gibt einen Überblick, was aus den Spielern wurde, die zwar beim FC gehandelt wurden, letztlich aber nicht kamen.
Leonardo Scienza wurde dem FC nach GEISSBLOG-Informationen zwar aktiv angeboten, doch in den Gesprächen mit dem 1. FC Heidenheim kristallisierte sich schnell heraus, dass beide Clubs in finanzieller Hinsicht niemals auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden. Dass die Berichte über ein Kölner Interesse an Scienza anschließend anhielten, diente wohl einzig dem Zweck, andere Clubs auf den Brasilianer aufmerksam zu machen. Mit Erfolg: Scienza wechselte letztlich für neun Millionen Euro nach Southampton. Der FC war in dieser Personalie am Ende nur ein Spielball.
Innenverteidiger wechselten – aber nicht zum FC
Ahmetcan Kaplan galt als Kandidat für die Innenverteidigung. Mit dem ehemaligen türkischen U21-Nationalspieler sollen sich die Geißböcke bereits einig gewesen sein, mit Ajax Amsterdam konnte jedoch keine Übereinkunft erzielt werden. Während Kaplan zu Liga-Konkurrent NEC Nijmegen verliehen wurde, holte der FC seinen Landsmann Cenk Özkacar aus Valencia – ebenfalls per Leihe.
Mit Terry Yegbe wurde noch ein weiterer Innenverteidiger beim Bundesliga-Aufsteiger gehandelt. Der Ghanaer wechselte vom schwedischen Erstligisten IF Elfsborg aber nicht nach Deutschland, sondern zum FC Metz in die Ligue 1. Yegbe kostete drei Millionen Euro.
Stürmer mit Neun-Millionen-Transfer
Willem Geubbels war dem Paris FC rund neun Millionen Euro wert. Das einstige französische Sturm-Juwel ging vom FC St. Gallen zurück in sein Heimatland, ist nun Teamkollege von Kevin Trapp. Vor der Länderspielpause trafen Geubbels und Yegbe aufeinander, Paris siegte auch ohne Geubbels-Tor mit 3:2.
Jonjoe Kenny war der Wunschkandidat für die rechte Schiene. Die ehemalige Stammkraft von Hertha BSC wechselte aber lieber ablösefrei zu PAOK Thessaloniki, wo neben mehr Gehalt auch die Europa League wartet. Der FC dürfte mit seiner eigenen Lösung, Sebastian Sebulonsen, Stand jetzt ebenfalls hochzufrieden sein.
Viele Gerüchte aus der Ligue 2
Darüber hinaus wurde eine ganze Reihe von Spielern aus der französischen Ligue 2 beim FC gehandelt: Die beiden Stürmer Oumar Diakité (von Stade Reims zu Cercle Brügge) und Timothe Nkada (von Rodez AF zu Standard Lüttich) zog es jeweils in die belgische erste Liga. Jacques Siwe von EA Guingamp entschied sich für Rubin Kazan. Mittelfeldakteur Joris Chotard von Ellyes Skhiris Ex-Club Montpellier wechselte in die Ligue 1 zu Stade Brest.
Rayan Philippe (von Eintracht Braunschweig zum HSV), Jordan Torunarigha (von KAA Gent zum HSV), Bernardo (vom VfL Bochum zur TSG Hoffenheim), Aaron Zehnter (vom SC Paderborn zum VfL Wolfsburg) und Robin Fellhauer (von SV Elversberg zum FC Augsburg) entschieden sich jeweils für Bundesliga-Konkurrenten.
Diese Spieler wechselten nicht
Nicht wenige der mit dem FC in Verbindung gebrachten Spieler blieben letztlich bei ihrem bisherigen Arbeitgeber. Neben den beiden Paderbornern Raphael Obermair und Calvin Brackelmann gilt das auch für Besfort Zeneli (IF Elfsborg), Étienne Youté Kinkoué (Le Havre AC), Joël Monteiro (Young Boys Bern) sowie für die Kölner Eigengewächse Salih Özcan (Borussia Dortmund) und Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg).

Özcan wurde in seinem letzten Vertragsjahr nicht für die Champions League nominiert und darf wohl lediglich auf sporadische Einsätze hoffen. Gerhardt ist in Wolfsburg ebenfalls nur Ergänzungsspieler und sagte zuletzt dem Express: „Ich kann eine Rückkehr zum FC nicht ausschließen, im Fußball ist viel möglich, ich habe aber noch einen Vertrag beim VfL.“ Womöglich wird der 31-Jährige in Zukunft noch mal ein Thema beim FC.







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