Der Wahnsinn in Zahlen: El Mala drei Minuten hinter Overath, nur Kane schneller

Said El Mala gegen Augsburg. (Foto: Bucco)
Said El Mala gegen Augsburg. (Foto: Bucco)

Gerade mal 231 Minuten hat Said El Mala für seine ersten drei Bundesliga-Tore benötigt. Lukas Podolski konnte damit nicht mithalten, eine andere Vereinslegende war drei Minuten schneller.

Solch einen Wirbel, wie ihn aktuell Said El Mala entfacht, gab es lange nicht mehr um einen Profi des 1. FC Köln. Der Hype um Anthony Modeste, der die Geißböcke zweimal nach Europa schoss, war ebenfalls gewaltig – ansonsten finden sich in der jüngeren Vereinsgeschichte nur wenige schillernde Spieler. Man muss schon 20 Jahre zurückgehen, zu einem gewissen Lukas Podolski.

Mit der Vereinsikone wird El Mala aufgrund seiner so spektakulären wie unbekümmerten Spielweise bereits verglichen. Podolski selbst sagte gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger zuletzt: „Der Junge erinnert mich bisschen an mich damals! Er hat super Anlagen.“

El Mala 247 Minuten vor Podolski

Der spätere Weltmeister machte als 18-Jähriger, ein Jahr jünger als El Mala jetzt, seine ersten Schritte in der Bundesliga. In seiner ersten Erstliga-Saison erzielte Podolski zehn Treffer, fuhr anschließend mit zur Europameisterschaft nach Portugal.

Man muss kein Prophet sein: Macht El Mala so weiter wie bislang, kann er nicht nur Podolskis zehn Tore toppen, sondern auch ein Thema für Julian Nagelsmanns WM-Kader werden. Sein Auftakt in der Bundesliga war sogar noch erfolgreicher als jener von Poldi: Für seine ersten drei Tore benötigte El Mala gerade mal 231 Minuten. Bei Podolski waren es 478 Minuten.

Überhaupt brauchte von den 15 besten Torschützen der Kölner Bundesliga-Historie nur ein einziger weniger Minuten für drei Treffer als El Mala. Und zwar Wolfgang Overath, der in seinen ersten drei Erstliga-Einsätzen für den FC jeweils einmal traf und hierfür 228 Minuten benötigte. Die Vereinslegende war also drei Minuten schneller als der neue Hoffnungsträger.

Wolfgang Overath im RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)
Wolfgang Overath im RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)

Andere Ikonen wie Hannes Löhr (1038 Minuten), Pierre Littbarski (588 Minuten) oder Dieter Müller (556 Minuten) benötigen weitaus mehr Anlaufzeit. Die Torjäger nach der Jahrtausendwende, Anthony Modeste (298 Minuten) und Milivoje Novakovic (252 Minuten), kamen ebenfalls recht fix auf drei Treffer.

Zu einem dauerhaften Durchbruch, zumindest auf Erstliga-Niveau, muss solch ein Blitzstart allerdings nicht führen, wie das Beispiel Simon Terodde zeigt. Dieser hatte nämlich bereits nach 189 Minuten im FC-Trikot drei Bundesliga-Tore erzielt, glänzte in seiner Karriere aber vornehmlich als Zweitliga-Rekordtorschütze.

Alle 84 Minuten ein Bundesliga-Tor

Bei El Mala deutet derzeit nichts darauf hin, dass sein Weg jemals in der 2. Liga führen könnte, das zeigt auch der Vergleich mit den aktuellen Bundesliga-Stars. Von allen Profis mit mindestens drei Saisontoren trifft nur ein einziger schneller als El Mala: Bayerns Harry Kane, der im Durchschnitt alle 48 Minuten jubelt. El Mala, der sechsmal eingewechselt wurde und nur einmal in der Startelf stand, folgt mit 84 Minuten pro Tor auf Rang zwei, vor Frankfurts Can Uzun (alle 98 Minuten ein Tor).

Die reinen Zahlen sind also ähnlich spektakulär wie El Malas Auftritte auf dem Feld. Abzuwarten gilt es natürlich, wie sich die Statistiken entwickeln, wenn der Edeljoker dauerhaft in Lukas Kwasnioks Startelf steht und über eine längere Spielzeit performen muss.

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