„Einmalig in Europa!“ Fans bescheren FC-Talenten unvergessliches Erlebnis

Die Fans des 1. FC Köln im Spiel bei Racing FC Union. (Foto: GEISSBLOG)
Die Fans des 1. FC Köln im Spiel bei Racing FC Union. (Foto: GEISSBLOG)

Die Talente des 1. FC Köln haben ein außergewöhnliches Auswärtsspiel erleben dürfen. Bei Racing FC Union Luxemburg verwandelten weit über 1000 FC-Fans die Youth-League-Partie in ein unvergessliches Erlebnis.

Aus dem Stade Achille Hammerel in Luxemburg berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Als die 90 plus drei Spielminuten im Stade Achille Hammerel in Luxemburg abgelaufen waren, gab es kein Halten mehr. Die U19-Talente des 1. FC Köln tanzten Arm in Arm vor der Fankurve zu den Klängen von „Stadt met K“. Anschließend sangen sie gemeinsam mit den Anhängern von Europa. Es war der perfekte Abschluss der kölschen Rückkehr auf die europäische Fußballbühne.

Mancher würde behaupten, es handele sich „nur“ um die UEFA Youth League. Doch die FC-Fans machten die Partie in Luxemburg am Mittwochabend in der 2. Runde des „Domestic Champions Path“ zu einem besonderen Ereignis. Weit über tausend FC-Fans waren aus Köln angereist, hatten die Heimspielstätte der Racing-Profis eingenommen (Fassungsvermögen 5000 Zuschauer) und zur Kölner Zone erklärt.

Ruthenbeck schwärmt: „Das ist krass!“

90 Minuten Stimmung, 90 Minuten Gesänge, dutzende FC-Fahnen, eine große Blockfahne und auch einige Pyro-Fackeln durften nicht fehlen. Die Stimmung war von der ersten Minute an ausgelassen, die Spieler zahlten es mit einem 3:0-Sieg und drei schönen Toren zurück, zwei davon direkt vor der Kölner Fankurve.

„Ein unfassbarer Support!“, schwärmte Trainer Stefan Ruthenbeck hinterher im Gespräch mit dem GEISSBLOG. „Das ist einmalig in Europa, dass eine U19 so begleitet wird von den eigenen Fans. Das ist krass. Wenn ich die Zuschauerzahlen bei anderen Youth-League-Spielen sehe, gibt es das nirgends sonst. Das war ganz, ganz besonders.“

Nächste Runde wohl in Dänemark

Wie viele FC-Fans tatsächlich nach Luxemburg gereist waren, ließ sich nicht mehr genau bestimmen. Ruthenbeck nahm es nicht so genau. „Ich habe gehört, dass 1500 Zuschauer hier waren. Also kamen 1499 aus Köln“, sagte der 53-Jährige lachend. Und am Ende war er auch zufrieden mit der Leistung seiner Spieler. „Wir waren alle ein bisschen nervös. Wir haben gemerkt, dass es etwas Besonderes ist. Es war nicht alles gut, aber die Leidenschaft bei den Jungs hat man gesehen. Wir haben ein bisschen zurückgezahlt.“

Und so können sich die Geißböcke auf das Rückspiel am 5. November im Franz-Kremer-Stadion freuen, wenn der Support wohl wieder ähnlich ausfallen wird. „Jetzt heißt es, sich ein schönes Rückspiel zu haben“ – und dann sich auf die nächste Runde zu freuen. Denn dass der FC weiterkommen wird, gilt nach dem Hinspiel als sicher. Und in der nächsten Runde wartet dann wohl der FC Midtjylland, der sein Hinspiel in Runde zwei ebenfalls mit 3:0 gegen FK Buducnost gewann. Dänemark soll bekanntlich auch immer eine Reise wert sein.

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