Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln haben den dritten Saisonsieg gefeiert. Zum Auftakt des achten Spieltags siegten Trainerin Britta Carlson und ihr Team zu Hause mit 3:0 (3:0) gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg.
Heim-Spektakel an Halloween: Einen echten Horror-Trip haben am „Grusel-Freitag“ nicht die Frauen des 1. FC Köln erlebt – sondern die Gäste des 1. FC Nürnberg. Mit einem 3:0 schickte der FC den Bundesliga-Aufsteiger aus Franken auf die Heimreise. Für die Kölnerinnen war es der dritte Saisonsieg.
Und der hatte auch Auswirkungen auf die Tabelle: Denn durch den Heim-Dreier zog der FC an den „Cluberinnen“ vorbei und schob sich auf den neunten Platz. Gleichzeitig gelang Trainerin Britta Carlson und ihrem Team im heimischen Franz-Kremer-Stadion Wiedergutmachung für die jüngste 1:5-Auswärtspleite beim FC Bayern München vor zwei Wochen.
Tore und Highlights
23. Minute: Nach einer umkämpften Anfangsphase geht der FC mit der ersten echten Chance in Führung: Stolze bekommt den Ball etwa 25 Meter vor dem Tor und hebt die Kugel in den Lauf von Startelf-Debütantin Bremer, die das Spielgerät elegant über Nürnbergs Keeperin Rusek zum 1:0 ins Tor lupft. Was ein toller Premierentreffer! Und für Bremer bei ihrem Startelf-Debüt auch das erste Tor im Kölner Trikot.
39. Minute: Dicke Chance für den FC! Stolze ist nach einem perfekten Steilpass auf und davon und zieht aus vollem Lauf wuchtig ab. FCN-Keeperin Rusek kann gerade noch die Arme hochreißen und den strammen Schuss parieren.
40. Minute: Aber Köln legt nach! Vogt führt eine Ecke flach aus und findet die völlig freie Wiankowska in zentraler Position. Die Polin zieht direkt ab – und schlenzt den Ball an den rechten Innenpfosten, von wo die Kugel zum 2:0 in die Maschen trudelt. Eine tolle Variante.
45.+1. Minute: Und noch vor der Pause steht’s 3:0! Gerhardt bringt eine Ecke von rechts, der Ball wird geklärt, landet aber wieder bei der Kölnerin. Die flankt erneut in den Sechzehner. Dort steigt Agrez hoch und versenkt die Kugel per Kopf.
60. Minute: Die Fans im Franz-Kremer-Stadion können es nicht verstehen! Stolze klaut den Ball von Nürnbergs Gambone, arbeitet nach dem Geschmack der Schiedsrichterin Levke Scholz aber etwas zu intensiv im Zweikampf. Stolze wäre frei durchgewesen. Eine durchaus schmeichelhafte Entscheidung …
82. Minute: Doch noch mal Nürnberg mit einer gefährlichen Szene: FCN-Kapitänin Guttenberger kommt im Strafraum an den Ball und zieht ab. Agrez grätscht noch irgendwie dazwischen und sorgt damit dafür, dass der Abschluss zur sicheren Beute für FC-Keeperin Fuchs wird.
90. Minute: Fast noch das 4:0! Köln erobert den Ball, der schnell nach vorne gespielt wird. Die eingewechselte Andrade geht ins Eins-gegen-eins und versucht es von der Strafraumgrenze, schießt aber ganz knapp rechts vorbei.
Personal
So spielte der FC: Fuchs – Gerhardt, Hegering (74. Bohnen), Agrez, Wiankowska – Vogt, Feiersinger (63. Zawistowska) – Donhauser (74. Leimenstoll), Stolze (63. Achcinska) – Bremer, Jessen (83. Andrade).
Zur Aufstellung: Carlson änderte ihre Startelf im Vergleich zur Auswärtsniederlage von München auf drei Positionen: Celina Degen und Adriana Achcinska rotierten auf die Bank, dafür feierte Sommer-Zugang Pauline Bremer in der Doppelspitze ihr Startelf-Debüt. Auch Laura Donhauser, die in München noch 90 Minuten zugeschaut hatte, lief wieder von Beginn an auf und beackerte die rechte offensive Bahn. Da Außenverteidigerin Carlotta Imping gelbgesperrt fehlte, begann zudem Martyna Wiankowska. Auch die polnische Nationalspielerin war gegen die Bayern nicht zum Einsatz gekommen, übernahm diesmal auf der Linksverteidiger-Position.
Fazit
Diese Partie dürfte FC-Trainerin Carlson mal so richtig geschmeckt haben. Zwar erspielte sich ihr Team gegen den bissigen Aufsteiger nicht die Großzahl an Chancen – die, die Köln hatte, waren aber meistens drin. Drei von vier Abschlüssen im ersten Durchgang landeten in den Maschen. Eine Top-Quote!
Was Carlson aber noch viel mehr gefreut haben dürfte, war die Defensiv-Leistung ihres Teams. Allen voran Kapitänin Marina Hegering und Sara Agrez verrichteten in der Innenverteidigung einen absolut überragenden Job, verloren quasi keinen Zweikampf. Martyna Wiankowska links hinten und Anna Gerhardt auf der rechten Seite schoben zudem immer wieder mit nach vorne an. Selbst die Nürnberger Drangphase nach Wiederanpfiff überstand Köln schadlos. Das macht Mut für die kommenden Partien.
Allerdings: Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den FC-Frauen nicht: Denn in der Bundesliga steht die nächste englische Woche an: Schon am Mittwochabend (19 Uhr) sind Carlson und ihr Team auswärts bei Eintracht Frankfurt gefordert.







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