Müssen Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic auch in der Englischen Woche beim 1. FC Köln wieder von der Tribüne aus zuschauen? Das Duo hat es bei Lukas Kwasniok gerade schwer.
Wenn Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic Glück haben, wird das Duo des 1. FC Köln am Samstag im Spieltagskader der Geißböcke bei Borussia Dortmund stehen. Weil Jan Thielmann sicher ausfällt und Linton Mainas Nominierung aufgrund einer Erkrankung stark gefährdet ist, würde das Duo mehr oder weniger automatisch in den Kader rücken.
Zuletzt mussten die beiden Defensivspieler von der Tribüne aus zuschauen. Neuzugang Castro-Montes stand gegen Augsburg nicht im Kader, Gazibegovic war zuletzt schon fünfmal in Folge nicht im Aufgebot. Letzterer weiß bereits, dass er sich schon im Winter einen neuen Club suchen kann. Gazibegovic hat keine Zukunft mehr beim FC. Was nicht heißt, dass er gegen Dortmund nicht gefragt sein könnte.
Was Bülter hat und das Duo nicht
Doch warum hat es nicht nur der Bosnier, sondern auch der Belgier schwer? Im Januar (Gazibegovic) und im Sommer (Castro-Montes) gekommen, sollten sich dem FC auf der rechten Abwehrseite und der rechten Schiene, in Castro-Montes‘ Fall auf beiden Seiten, helfen. Doch bislang können es beide offenbar nicht. Lukas Kwasniok setzt auf andere Spieler, nicht nur in der Startelf, sondern auch als Joker.
Viele Spiele werden schon durch Größe entschieden
Lukas Kwasniok
Der FC-Trainer überraschte am Donnerstag mit einer Erklärung, warum das Duo aktuell nur wenig Berücksichtigung fände. Und diese Erklärung begann bereits bei einer anderen Personalie: Als Kwasniok auf der Pressekonferenz am Donnerstag über Marius Bülter und dessen Einsatzchancen sprach, sagte der Kölner Coach: „Er ist auf jeden Fall eine Option, auch mit seiner Größe. Das darf man nicht unterschätzen“, sagte Kwasniok. „Wenn man sich die Spiele unter der Woche und natürlich in der Bundesliga anschaut, werden viele Spiele da schon durch Größe entschieden. Deswegen ist er definitiv ein Startelf-Kandidat.“
Bülter profitiert also im Angriff von seinen 188 Zentimetern. Gilt dies im Umkehrschluss auch für Gazibegovic (1,74 Meter) und Castro-Montes (1,75 Meter)? Offensichtlich. „Ich habe ja vorhin bei Bülter schon von Größe gesprochen“, sagte Kwasniok wenig später, angesprochen auf das zuletzt nicht berücksichtigte Duo. „Die beiden sind jetzt nicht so groß gewachsen, nicht körperlich die allerrobustesten, und du musst Entscheidungen treffen.“
Was bei Castro-Montes überrascht
Kwasniok erklärte zwar auch, dass sich das Duo im Training nicht hängen lasse und sich anbiete. Und dass es insbesondere Kristoffer Lund und Sebastian Sebulonsen auf links und rechts so gut machen, dass der FC-Trainer an ihnen nicht vorbeikommt. Doch darüber hinaus entschied sich Kwasniok zuletzt auch bewusst gegen die körperlich eher schwächeren Gazibegovic und Castro-Montes und stattdessen für andere Spielertypen.
„Es gilt einfach dran zu bleiben“, sagte Kwasniok weiter. „Wir haben keinen üppigen Kader und wir haben schon in der Vergangenheit gezeigt, dass du von jetzt auf gleich wieder in der Startelf stehen kannst.“ Dennoch verwundert die Aussage zumindest bei Castro-Montes. Immerhin wurde der Spieler erst vor weniger als zwei Monaten vom FC verpflichtet – und da war die Körpergröße bereits bekannt.








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