Der 1. FC Köln hat am Samstag gegen den FC Augsburg erneut ohne klassischen Mittelstürmer begonnen. Trainer Lukas Kwasniok erklärte hinterher seine Überlegungen zur Aufstellung in der Offensive.
Zum zweiten Mal in Folge hat Lukas Kwasniok bei seiner Aufstellung gegen den FC Augsburg auf eine quirlige und schnelle Offensive gesetzt. Beim 1:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim hatte Jakub Kaminski als falsche Neun begonnen, Jan Thielmann und Said El Mala komplettierten den Angriff auf dem rechten sowie linken Flügel. Gegen Augsburg begann dann Thielmann in der Sturmspitze, Kaminski spielte auf seiner Lieblingsposition links außen und Luca Waldschmidt startete für El Mala auf dem rechten Flügel.
„Wir wollten mit Jan Thielmann Geschwindigkeit auf der letzten Kette haben, weil wir wussten, dass der Gegner versuchen wird, uns in Mann-Mann-Duelle zu verwickeln“, gab Trainer Lukas Kwasniok nach dem 1:1-Unentschieden einen Einblick in seine Überlegungen. Marius Bülter, gegen Stuttgart und Hoffenheim noch verletzt, saß derweil zum Start nur auf der Bank. „Er war noch nicht komplett in Form“, sagte Kwasniok und wollte zudem „ganz klar verneinen“, dass Bülter ein klassischer Neuner sei.
Darum bekam Thielmann den Vorzug
Aufgrund seines Geschwindigkeitsvorteils gegenüber Ragnar Ache hatte Thielmann schließlich den Vorzug in der Startelf bekommen. Wirklich aufgegangen war der Plan des Trainerteams jedoch zunächst nicht. In der Mitte fehlte es zu häufig an einem Zielspieler, da sich die Angreifer immer wieder in die Tiefe fallen ließen, um sich die Bälle im Mittelfeld abzuholen. So war es kein Wunder, dass von den insgesamt 23 geschlagenen Flanken nur drei auch mal den eigenen Mitspieler fanden.
Ache als Wand- und kopfballstarken Spieler von Beginn an zu bringen, hätte nach Ansicht von Kwasniok jedoch kaum einen Sinn ergeben. „In der Luft – bei allem Respekt, Ragnar ist da herausragend“, sagte der FC-Trainer, ergänzte aber: „Gegen die zwei Büffel sieht auch er aus wie ein Schuljunge.“ Gemeint waren damit die beiden Augsburger Innenverteidiger Chrislain Matsima und Noahkai Banks – mit jeweils 1,93 Metern zehn Zentimeter größer als Ache.
Kwasniok schwärmt von seiner Offensive
„Deswegen war es klar, dass wir nicht auf den zweiten Ball gehen können. Wir hätten es nicht geschafft, den Ball klar festzuhalten“, führte Kwasniok weiter seinen Plan hinter der Aufstellung aus. So war es am Ende wie schon in Hoffenheim der Geniestreich von El Mala, der dem FC zumindest den einen Punkt gegen die Augsburger gerettet hatte.
Grundsätzlich ist Kwasniok mit der Flexibilität in seinem Kader mehr als zufrieden. Gegenüber der FAZ schwärmte der Trainer schon vor dem Heimspiel: „Ich habe viel Freude an diesem Kader, zum Beispiel an unserer Offensive, wo wir sieben verschiedene Spieler mit ganz unterschiedlichen Waffen haben.“
Mit diesem Kader können wir immer einen interessanten Angriff zusammenstellen und auch während des Spiels neue Elemente einwechseln.
Lukas Kwasniok
Dabei führte der Trainer die unterschiedlichen Stärken seiner Offensiv-Leute aus: „Luca Waldschmidt hat seinen linken Fuß, Ragnar Ache ist extrem kopfballstark, Jakub Kaminski ist spielerisch überragend als Allroundangreifer. Jan Thielmann hat diesen Tiefgang, Marius Bülter kann mit seiner Energie in jeder Situation das Tor bedrohen, das Gleiche gilt für Linton Maina mit seinem Tempo.“
Die unübersehbaren Stärken des derzeit so im Fokus stehenden El Mala ließ Kwasniok dabei wohl bewusst unbenannt. Die sieben zum Großteil unterschiedlichen Spielertypen in der Offensive machen den FC für die Gegner dabei immer wieder auch unberechenbar. „Mit diesem Kader können wir immer einen interessanten Angriff zusammenstellen und auch während des Spiels neue Elemente einwechseln“, sagte Kwasniok – wenngleich es gegen Augsburg erneut eines Traumtores von El Mala bedurft hatte, um zum Erfolg zu kommen.








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