„Wir passen auf ihn auf“: Kwasniok vergleicht El Mala mit Lennart Karl

Lennart Karl begeistert beim FC Bayern. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Lennart Karl begeistert beim FC Bayern. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Der 1. FC Köln steht vor zwei der größten Spiele der Saison. Im Mittelpunkt: einmal mehr Said El Mala. Kann sich das Toptalent gegen die Besten der Liga behaupten?

Auf diese Spiele haben viele Fans gewartet: Der 1. FC Köln reist am Samstagabend zum Bundesliga-Topspiel zu Borussia Dortmund. Nach dem Kracher vor knapp 82.000 Zuschauern kommt am Mittwochabend im DFB-Pokal der FC Bayern München nach Müngersdorf. Der FC trifft innerhalb von fünf Tagen auf die beiden besten Mannschaften Deutschlands.

Können sich die Geißböcke gegen den BVB und den FCB behaupten? Gegen RB Leipzig (1:3) und den VfB Stuttgart musste sich der FC nur jeweils knapp und unglücklich geschlagen geben. Nun will die Mannschaft von Lukas Kwasniok die ganz Großen ärgern. Im Mittelpunkt dabei: Said El Mala. Denn viele Fans und auch Experten fragen sich, wie sich der 19-Jährige gegen die Besten der Liga beweisen wird.

Lennart Karl lässt aufhorchen

Da kam es FC-Trainer Kwasniok offenbar ganz recht, dass der jüngste Champions-League-Spieltag vom Hype um das Kölner Ausnahmetalent abgelenkt hat. Denn beim FC Bayern konnte Lennart Karl sein erstes Tor in der Königsklasse feiern. Der gerade erst 17-Jährige brachte die Münchner bereits in der 5. Minute gegen Brügge in Führung. Dank eines sehenswerten Antritts, Solos und Schusses aus 18 Metern ins Eck.

„Spätestens seit dem gestrigen Spiel weiß die Menschheit, dass bei Bayern ein vielleicht noch größeres Talent rumläuft – mit Lennart Karl“, sagte Kwasniok am Tag nach dem Karl-Treffer. „Der spielt mit 17 schon in der Champions League. Alle Augen werden daher [im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC] auf ihn gerichtet sein.“ So zumindest hofft Kwasniok. Wohl eher könnte es zum direkten Duell der beiden Ausnahmetalente kommen.

Kwasniok: „Für den FC ist das etwas Besonderes“

Erst einmal aber wird der Signal Iduna Park in Dortmund womöglich für El Mala die nächste Bühne darstellen. Kann der Kölner Angreifer auch beim BVB wieder eine Kostprobe seines Könnens abliefern? Kwasniok weiß, dass er den Hype um den 19-Jährigen aktuell genauso wenig stoppen kann wie die Abwehrspieler den Tempodribbler der Geißböcke. „Für den FC ist es etwas Besonderes, einen 19-jährigen Ausnahmespieler zu haben, und das ist er mit seinen Fähigkeiten.“

Kwasniok betonte aber, dass dies bei anderen Vereinen keine Seltenheit sei – schon gar nicht beim FC Bayern oder dem BVB. „Es ist nichts Außergewöhnliches, dass wir sehr gute 19-jährige Fußballer in der Bundesliga haben. Das gibt’s zuhauf.“ Nun aber eben auch in Köln, und deshalb will Kwasniok mit seinem Trainerteam diesem Spieler auch gerecht werden. „Es ist unsere Verantwortung, diesen Spieler im richtigen Moment zu bringen, und ich kann nur sagen: So ein guter Junge! Glaubt mir, wir passen auf ihn auf.“

Auch mit 28 geht dir in Dortmund noch einer ab

Lukas Kwasniok

Nur eines wollte der FC-Coach nicht gelten lassen – dass die Partie in Dortmund einen zu großen Druck für einen Spieler wie El Mala darstellen könnte. Denn da machte Kwasniok keinen Unterschied aufgrund des Alters. „Ist das für andere Spieler keine Bühne? Auch mit 28 geht dir in Dortmund noch einer ab“, sagte der 44-Jährige. „Ich erwarte von jedem Spieler, der da für den 1. FC Köln auflaufen wird, dass er sich darauf freut. Ich will, dass wir alle dieses Spiel so angehen. Egal, ob El Mala, Kaminski oder Bülter – deswegen haben sie angefangen Fußball zu spielen. Wer das nicht will, soll im Amateurfußball spielen.“

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