Belohnung für FC-Meister, aber „harte Entscheidung“ für Ruthenbeck

Fayssal Harchaoui spielt mit der U19 in der Youth League. (Foto: GEISSBLOG)
Fayssal Harchaoui spielt mit der U19 in der Youth League. (Foto: GEISSBLOG)

Zum zweiten Mal in der Geschichte des 1. FC Köln startet die U19 am Mittwochabend in die Youth League. Als Deutscher Meister steigen die Jung-Geißböcke in der zweiten Runde ein und treffen auf Racing Union Luxemburg. Trainer Stefan Ruthenbeck musste dabei eine schwere Entscheidung treffen.

Bei der vorletzten Trainingseinheit vor dem Youth-League-Hinspiel bei Racing Union Luxemburg war die Anspannung am Montagmittag bei der U19 des 1. FC Köln noch gar nicht so groß. Anderthalb Stunden lang trainierten die Geißböcke auf Platz sieben – bereits mit dem Champions-League-Logo bedruckten Ball.

„Es ist noch alles sehr ruhig“, sagte Stefan Ruthenbeck. Für den Trainer ist es nach 2021 bereits die zweite Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb. Vor vier Jahren war der FC-Nachwuchs in der ersten Runde nach zwei Niederlagen am KRC Genk gescheitert. Diesmal soll es mindestens eine Runde weitergehen.

Champions-League-Feeling beim 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)
Champions-League-Feeling beim 1. FC Köln. (Foto: GEISSBLOG)

Gegen den luxemburgischen Nachwuchs, der sich zuvor gegen den nordirischen Vertreter Larne FC durchgesetzt hatte, sind die Kölner in der Favoritenrolle. „Die Rolle nehmen wir komplett an, sollten aber aufpassen, dass wir niemanden unterschätzen“, sagte Ruthenbeck im Vorfeld der beiden Spiele.

Ruthenbeck erwartet „knappe Sache“

Aufgrund der Video-Bilder des Hin- und Rückspiels gegen Larne habe der FC „schon einen guten Eindruck vom Gegner“ bekommen könnten. „Sie sind gut ausgebildet“, weiß Ruthenbeck dabei. In den jüngeren Nachwuchsjahrgängen testet der FC immer mal wieder zum Teil gegen luxemburgische Nationalmannschaften. „Da treffen wir immer auf taktisch und technisch gut ausgebildete Mannschaften. Im Nachwuchs ist die Schere noch nicht so groß wie im Herrenbereich“, erklärte der Trainer und äußerte für das Spiel am Mittwoch die Vermutung: „Ich glaube, dass es eine knappe Sache wird.“

Nach dem Abschlusstraining am Dienstag macht sich der FC-Tross schließlich auf den Weg in Richtung des knapp 200 Kilometer entfernten Luxemburg. Nicht nur die Tatsache, sich auf internationalem Niveau messen zu dürfen, macht das Spiel dabei besonders. Auch das Ambiente mit einer Hotel-Übernachtung und einer Spieltags-Vorbereitung im Ausland hat für die U19-Kicker bereits Profi-Flair. „Wir hoffen, dass wir die Gier bei den Spielern wecken und sie das häufiger erleben wollen. Dafür müssen sie arbeiten und erfolgreich sein, um so etwas erfahren zu dürfen“, sagte Ruthenbeck.

Zahlreiche Spieler müssen zuhause bleiben

Nicht jeder aus dem Kader wird am Mittwoch jedoch die Erfahrung eines Youth-League-Spiels machen können. Abgesehen vom langzeitverletzten Hamed Cherif steht der U19 der gesamte Kader zur Verfügung. Mehr noch: Die drei deutschen Meister Fayssal Harchaoui, Nick Zimmermann und San-Luca Spitali, die bereits für die U21 spielen, fahren ebenfalls mit nach Luxemburg. „Das hat etwas mit Respekt zu tun. Uns war von vornherein klar, dass wir diejenigen belohnen wollen, die Deutscher Meister geworden sind“, erklärte Ruthenbeck.

Zudem ist Cenny Neumann, im Sommer aus Leipzig zur U21 gewechselt, mit dabei. Dafür müssen jedoch andere Spieler zuhause bleiben. „Die Gruppe, die wir nicht mitnehmen können, wir nicht klein sein. Das ist eine harte Entscheidung und tut auch ein bisschen weh“, meinte Ruthenbeck, der am Dienstag mit 18 Feldspielern und drei Torhütern ins Nachbarland aufbrechen wird. Am Mittwochabend soll es dann mit dem ersten Youth-League-Sieg in der Geschichte des 1. FC Köln zurück nach Köln gehen.

Der Kader im Überblick

Tor: Mikolaj Marutzki, Timo Schmitz, Leonard Reiners

Abwehr: Luis Stapelmann, Assad Kotya-Fofana, David Fürst, Jonathan Friemel, Leo Isufi, San-Luci Spitali, Cenny Neumann

Mittelfeld: Kristiyan Irmiev, Arian Römers, Alessandro Puzzo, Benjamin Ley, Lennard Völp, Nick Zimmermann, Fayssal Harchaoui

Angriff: Fynn Schenten, Jason Ponente-Ramirez, Maik Afri Akumu, Kevin Ekweribe

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