10 von 15! Seine größte Baustelle kriegt der FC nicht in den Griff

FC-Trainer Lukas Kwasniok am Geißbockheim. (Foto: Bucco)
FC-Trainer Lukas Kwasniok am Geißbockheim. (Foto: Bucco)

Immer wieder Standard-Gegentore: Der 1. FC Köln kriegt seine größte Baustelle bislang nicht in den Griff. Für jede der vier Niederlagen unter Lukas Kwasniok waren Treffer nach ruhenden Bällen verantwortlich.

So positiv die Saison des 1. FC Köln bisher verläuft, in einer Wertung bleiben die Geißböcke das Schlusslicht der Bundesliga. Keine andere Mannschaft kassiert so viele Gegentreffer nach Standards. Ecken, Freistöße, Elfmeter – immer wieder sind es diese Situationen, die Punkte kosten.

Bemerkenswert: Zehn (!) der 15 Kölner Gegentreffer fielen nach ruhenden Bällen. Kwasniok hatte bereits nach der ersten Saison-Niederlage in Leipzig geschimpft: „Wir lassen leider zu häufig Standards zu, produzieren viel zu viele Eckbälle und Freistöße.“ Inzwischen gilt das auch für Elfmeter. Nach dem doppelten VAR-Einsatz in Mönchengladbach steht der FC bei vier verursachten Strafstößen – ebenfalls Platz eins im Liga-Vergleich.

Kwasniok: „Der gefährlichste Eckball in einem Spiel“

Bei allen vier Kölner Niederlagen profitierten die Gegner von Treffern nach Standards. Beim 1:3 in Leipzig waren es ein Eckball und ein direkter Freistoß, beim 1:2 gegen Stuttgart ein Elfmeter, beim 0:1 in Dortmund ein Last-Minute-Eckball und nun beim Derby eine Ecke und ein weiterer Strafstoß.

Kwasniok ärgerte sich in Gladbach nicht nur über das Eingreifen des Videoassistenten, sondern auch über das eigene Verhalten beim 0:1. Nachdem Marvin Schwäbe den ersten von zwei Fohlen-Elfern entschärft hatte, nutzte die Borussia den anschließenden Eckball zur Führung. „Der gefährlichste Eckball in einem Spiel ist immer der nach einem gehaltenen Elfmeter“, so Kwasniok, dessen Mannschaft trotz mehrerer Kopfballduelle nicht klären konnte.

Aus dem Spiel heraus kaum zu bezwingen

Nicht auszudenken, wo der FC ohne seine Schwäche bei gegnerischen Standards in der Tabelle stehen könnte. Denn dass zwei Drittel der Gegentore nach ruhenden Bällen fallen, heißt im Umkehrschluss ja auch: Aus dem Spiel heraus ist die Defensive um Nummer eins Schwäbe kaum zu bezwingen.

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