Fayssal Harchaoui pendelt beim 1. FC Köln zwischen den Welten. Zunächst Profis, dann U21, jetzt auch U19: Wie geht es mit dem U17-Welt- und Europameister weiter?
Fayssal Harchaoui tanzt beim 1. FC Köln derzeit auf mehreren Hochzeiten. Mit der U21 will das Eigengewächs der Geißböcke in der Regionalliga West den positiven Trend aus zwei Siegen in Serie auch nach der Länderspielpause (am 22.11. daheim gegen Borussia Dortmund) fortsetzen. Doch der 19-Jährige will auch international erfolgreich sein.
Denn als Deutscher U19-Meister der vergangenen Saison ist der zentrale Mittelfeldspieler auch Teil des Kölner Youth-League-Kaders. In zwei Wochen (26.11.) steigt das Hinspiel der 3. Runde gegen den FC Midtjylland daheim, ehe es zwei Wochen später nach Dänemark geht. So pendelt Harchaoui derzeit zwischen dem Team von Evangelos Sbonias und dem Europa-Team von Stefan Ruthenbeck.
Teil der Stammelf bei U21-Siegesserie
Mit Deutschland wurde er U17-Welt- und Europameister. Mit dem FC holte er die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren. Für viele Fans gilt Harchaoui als eines der größten Talente beim FC. Doch im Sommer konnte er sich im Training der Profis bei Lukas Kwasniok noch nicht empfehlen, wurde in die U21 zurückversetzt. Und auch da gelang ihm zunächst kein guter Start in die Saison.
Inzwischen ist Harchaoui Stammspieler unter Sbonias, absolvierte seit dem 6. Spieltag sieben Spiele in Folge von Beginn an, darunter auch in allen Spielen der Ungeschlagen-Serie (vier Siege, zwei Unentschieden). Dann sah Harchaoui im Derby bei Fortuna Köln in einer hektischen Schlussphase die Rote Karte und musste zuletzt aussetzen. Zumindest für die Youth League war er trotzdem spielberechtigt und konnte mit der U19 das Weiterkommen gegen Racing FC Union feiern.
Ich will mich in der U21 festspielen und eine tragende Rolle spielen
Fayssal Harchaoui
„Man will immer alles gewinnen. Man kann nicht mit dem Ziel reingehen, nur zu schauen, wohin es geht“, sagt der 19-Jährige mit Blick auf das Vorhaben in Europa. Und auch bei der U21 hat er sich ein klares Ziel gesetzt: „Ich will mich weiterentwickeln und mich in der U21 festspielen. Ich will eine tragende Rolle spielen und mit meinen Leistungen überzeugen.“
Dies gelang ihm zuletzt deutlich besser als zu Saisonbeginn. Harchaoui kommt so langsam im Herrenfußball an und will diese Entwicklung nun fortsetzen, um mittelfristig den Sprung zu schaffen. „Wir werden sehen, wohin der Weg führt. Natürlich gerne zu den Profis, am besten hier beim FC“, sagt Harchaoui. „Aber wie der Weg in ein paar Monaten aussieht, weiß ich noch nicht.“
Leihe als wahrscheinliches Szenario
Sein Vertrag beim FC läuft bis 2028. Lange genug also, dass sich der geborene Bergheimer im Sommer 2026 nach einer guten Saison in der Regionalliga ausleihen lassen könnte. Dieser Weg hatte zuletzt auch anderen FC-Talenten geholfen, um schrittweise den Weg zu den FC-Profis zu nehmen. Andererseits haben die Beispiele Neo Telle und Emin Kujovic auch gezeigt, dass eine Leihe nicht immer leicht zu finden ist. Das Duo kämpft gerade zusammen mit Harchaoui in der U21 um die nächsten Schritte auf der Karriereleiter.
Harchaoui hat den Vorteil, sich nun auch über die Youth League empfehlen zu können. Die Champions League der Junioren war schon für einige Talente das Sprungbrett. Sollte es dem Kölner Youngster gelingen, sich auch gegen Midtjylland in Szene zu setzen, könnte ihm dies in den kommenden Monaten nicht nur innerhalb des FC helfen. Die FC-Verantwortlichen jedenfalls haben weiter ein Auge auf Harchaoui. Eine Leihe im Sommer 2026 ist ein wahrscheinliches Szenario, sollte sich der 19-Jährige bei der U21 weiter gut entwickeln.








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