Der 1. FC Köln und der Hamburger SV sind gemeinsam aufgestiegen und in der Bundesliga angekommen. Doch während die Geißböcke sofort ins Punkten kamen, benötigte der HSV noch Unterstützung aus der Premier League. Lukas Kwasniok warnt vor den „Top-Transfers“.
Von den jüngsten fünf Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV fanden vier in der 2. Liga statt, eines im DFB-Pokal. Am Sonntag (15.30 Uhr) begegnen sich die beiden Traditionsclubs endlich wieder dort, wo sie sich schon 94-mal gegenüberstanden und dem eigenen Selbstverständnis nach zweifellos hingehören: in der Bundesliga.
Nach der gemeinsamen Rückkehr wollen der FC und der HSV dafür sorgen, dass erstmals seit der Saison 2020/21 keiner der Aufsteiger direkt wieder absteigt. „Der HSV ist ein Mitaufsteiger, sie haben eine tolle Entwicklung genommen. Es wird ein absolutes Pari-Spiel“, geht Lukas Kwasniok davon aus, dass beide Seiten eine Chance haben werden, ihr bereits ordentlich gefülltes Punktekonto weiter aufzustocken.
Hamburger SV mit Premier-League-Trio
Der Start in die Saison verlief jedoch gänzlich unterschiedlich. Während der FC direkt mal mit zwei Siegen und einem Unentschieden loslegte, stand der HSV nach drei Partien mit nur einem Punkt und 0:7 Toren auf Platz 17. „Das hat erst mal für eine gewisse Unruhe gesorgt. Auf einmal wird alles infrage gestellt“, weiß Kwasniok, dass sein Hamburger Kollege Merlin Polzin keine allzu schönen ersten Bundesliga-Wochen verlebt hat.
Die Wende gelang dem HSV nicht zuletzt dank einer späten Offensive auf dem Transfermarkt. Mit den beiden Ex-Arsenal-Profis Fábio Vieira (geliehen) und Albert Sambi Lokonga fürs Mittelfeld sowie Tottenham-Leihgabe Luka Vuskovic für die Innenverteidigung holte Sportboss Stefan Kuntz auf den letzten Metern des Wechselfensters noch drei Premier-League-Stars.
Sie haben einfach Spieler aus der Premier League dazubekommen. Die können ein bisschen was.
Lukas Kwasniok
„Sie haben hintenraus Top-Transfers getätigt“, merkt auch Kwasniok an. Mit Vieira, Lokonga und Vuskovic habe der HSV „extrem an Qualität dazugewonnen“, warnt der FC-Trainer. Der Marktwert des Trios soll zusammengerechnet 42 Millionen Euro betragen – der restliche Hamburger Kader kommt auf 64 Millionen Euro.
Es sind auch die Neuzugänge, die Kwasniok feststellen lassen: „Sie können den Ansatz von Merlin, fußballerisch gute Akzente in der Bundesliga zu setzen, gut umsetzen. Ich würde sagen, da sind sie uns sogar einen kleinen Step voraus.“ Daran ändern auch die Niederlagen in Leipzig (1:2) und gegen Wolfsburg (0:1) nichts.
Kwasniok von HSV-Steigerung nicht überrascht
„Gegen Wolfsburg haben sie auf ein Tor gespielt, konnten aber einfach nicht die Murmel über die Linie stolpern“, fasst Kwasniok das Spiel vom vergangenen Samstag treffend zusammen und ergänzt bezüglich der vorherigen Auswärtspartie bei RB: „Unsere Leistung in Leipzig war gut, die vom HSV noch mal einen Tick besser. Sie waren noch näher an einem Punktgewinn dran.“
Für Kwasniok kommt diese Steigerung nach dem ernüchternden Start „nicht überraschend“ – eben wegen der immensen Qualität, die sich der HSV noch spät von der Insel dazugeholt hat. „Sie haben einfach Spieler aus der Premier League dazubekommen“, unterstreicht der Kölner Coach seine Warnung noch einmal, denn: „Die können ein bisschen was.“








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