Daten belegen starken FC-Start: Die große Chance bis Weihnachten

Der 1. FC Köln ist in der Bundesliga konkurrenzfähig. (Foto: Bucco)
Der 1. FC Köln ist in der Bundesliga konkurrenzfähig. (Foto: Bucco)

Nach zehn Spieltagen fällt das Zwischenfazit der bisherigen Saison für den 1. FC Köln positiv aus. Das zeigt auch der Ligavergleich: Die Geißböcke sind überall konkurrenzfähig.

Die nackten Zahlen sind eindeutig: Der 1. FC Köln gehört nach den ersten zehn Bundesliga-Spieltagen in die obere Tabellenhälfte. Der FC hat die 6.-meisten Tore erzielt, die 5.-meisten Torschüsse abgegeben, stellt dabei die 7.-beste Defensive, hat die 8.-beste Passquote, läuft die 3.-meisten Kilometer und gewinnt die 3.-meisten Kopfballduelle der Liga.

Erstaunlich ist dabei eigentlich nur, dass der FC in drei Kategorien nicht gut abschneidet, für die Trainer Lukas Kwasniok eigentlich stehen will: Der FC hat nur die 13.-meisten Sprints absolviert, sogar nur die 16.-meisten intensiven Läufe und liegt bei der Anzahl gewonnener Zweikämpfe ebenfalls nur auf Rang 16 (dazu aber später noch mehr).

Stabile Leistungen und nie das schwächere Team

Dennoch – auch trotz der bitteren Derby-Niederlage in Mönchengladbach: Der 1. FC Köln hat sich den neunten Tabellenplatz mit 14 Punkten aus zehn Spielen verdient. Die Mannschaft konnte bislang über weite Strecken stabile Leistungen zeigen, war in keinem Ligaspiel die klar schwächere Mannschaft (auch nicht in Gladbach) und setzte schon früh in der Saison die Ideen des neuen Trainerteams um Kwasniok um.

So fiel auch bei den Verantwortlichen das erste Zwischenfazit zum Saisonstart positiv aus. „Ein Derby zu verlieren, tut weh. Wir werden das analysieren, aber es gehört auch zu unseren Fortschritten, dass andere Mannschaften uns jetzt auch auswärts den Ball geben“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler nach der Partie bei der Borussia. „Daran werden wir arbeiten und das nächste Mal mehr für uns nutzen können.“

Wir wissen, wo wir herkommen. Damit war deshalb so nicht zu rechnen.

Marvin Schwäbe

In der Tat war der FC von den Gladbachern zum Favoriten erklärt worden, obwohl die Geißböcke als Aufsteiger zu den Fohlen gereist waren. Die Kwasniok-Truppe kam mit dieser Rolle weniger gut klar als eine Woche zuvor gegen den Hamburger SV und weiß nun, woran es zu arbeiten gilt. Bislang konnte der FC den Gegnern vermehrt das Feld überlassen (bislang im Schnitt 48 Prozent Ballbesitz). Nun müssen die Geißböcke je nach Gegner korrigieren.

„Ich finde, dass wir abgesehen vom Derby gut gestartet sind“, befand daher auch Kapitän Marvin Schwäbe. „Wir haben viele gute Spiele gemacht, auch gegen große Mannschaften. Siehe Dortmund, wo wir ein echt geiles Spiel abgeliefert haben. Wir wissen, wo wir herkommen. Damit war deshalb so nicht zu rechnen.“

Zweikampf-Statistik trügt – Ziel bis Weihnachten

Die Aufgabe nach dem guten Start lautet nun also: spielerisch noch bessere Lösungen finden bei tiefstehenden Gegnern. Dass Statistiken derweil auch in die Irre führen können, zeigt ein Blick in die einzelnen Spiele. Der FC mag zwar im Ligavergleich nur die 16.-meisten Zweikämpfe gewonnen haben, in den direkten Duellen aber gewannen die Geißböcke in acht von zehn Bundesliga-Spielen mehr Zweikämpfe als der jeweilige Gegner.

Der FC war also in den meisten Spielen hervorragend eingestellt, aggressiv und spielerisch auf Augenhöhe. Als Aufsteiger eine starke Bilanz, die in den kommenden Wochen veredelt werden könnte. Frankfurt (H), Bremen (A) und St. Pauli (H) heißen die nächsten Gegner, ehe es nach Leverkusen geht und das Jahr mit einem Heimspiel gegen Union Berlin abgeschlossen wird. Fünf Spiele, in denen der FC die Chance hat, schon zu Weihnachten auf 20 Punkte und damit die Hälfte der Miete für den Klassenerhalt zu stellen. Die ersten zehn Partien zeigen, dass es möglich ist.

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