Droht der FC jetzt abzurutschen? „Es besteht immer die Gefahr“

Marvin Schwäbe musste gegen Eintracht Frankfurt vier Mal hinter sich greifen. (Foto: Bucco)
Marvin Schwäbe musste gegen Eintracht Frankfurt vier Mal hinter sich greifen. (Foto: Bucco)

Zum zweiten Mal in dieser Saison hat der 1. FC Köln zwei Spiele in Folge verloren. Zum ersten Mal steht der Aufsteiger dadurch auf einem zweistelligen Tabellenplatz. Trotzdem besteht beim FC aktuell kein Grund zur Panik.

Der Trend beim 1. FC Köln könnte auf den ersten Blick besorgniserregend sein: Inklusive des Pokalspiels gegen den FC Bayern München haben die Kölner von den vergangenen neun Pflichtspielen sechs verloren. In der Bundesliga-Tabelle bedeutet das jedoch noch immer einen soliden zehnten Platz sowie sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang und acht auf einen direkten Abstiegsplatz.

Nichtsdestotrotz steht der Aufsteiger nach elf Spieltagen nun zum ersten Mal in der zweiten Tabellenhälfte und auf einem zweistelligen Platz. In den verbleibenden Spielen des Jahres muss der FC daher aufpassen, seine gute Ausgangslage nicht zu verspielen. „Es besteht immer die Gefahr“, mahnte Marvin Schwäbe nach der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt, nicht in eine Negativ-Spirale abzurutschen.

Schwäbe: „Mit dem, wo wir stehen, zufrieden“

Gegen den Vorjahres-Dritten habe der FC jedoch „auch wieder kein schlechtes Spiel gemacht“. Abgesehen vom Derby gegen Borussia Mönchengladbach vor der Länderspielpause, so Schwäbe weiter, „haben wir gute Spiele und gute Leistungen gezeigt. Klar sind die Punkte nicht so da, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir wissen, woher wir kommen, und dass wir heute gegen einen Champions-League-Teilnehmer gespielt haben, der seine Qualitäten hat.“ Und so sei die Mannschaft momentan „mit dem, wo wir stehen, zufrieden.“

Auch Thomas Kessler wollte die Situation nach der zweiten Niederlage in Folge „realistisch einordnen.“ Bereits nach dem guten Saisonstart, als der FC an fünf Spieltagen mindestens unter den Top sechs und damit auf einem Rang gelegen hatte, der für das internationale Geschäft reicht, habe man das am Geißbockheim gemacht. „Man darf nicht vergessen, dass wir viele Spieler in der Mannschaft haben, die auf dem Niveau noch nicht gespielt haben. Deswegen werden wir an den Themen weiterarbeiten, der Prozess wird sicherlich nicht aufhören“, sagte der Sportchef.

Verhindert der FC die dritte Pleite in Folge?

Ohnehin bleibe es das Ziel, bis zum Saisonende „die Punkte zu holen, damit wir nächste Saison wieder in der Bundesliga spielen.“ Als Aufsteiger sei es dabei keine Schande, gegen Eintracht Frankfurt ein Spiel zu verlieren, zumal der Gegner „in vielen Phasen dieses Spiels eine Klasse besser war als wir.“ Auch könne die Mannschaft in einer Phase mal mehrere Partien am Stück verlieren. Wichtig sei es dann, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Drei Niederlagen in Folge gab es in dieser Saison für den FC noch nicht. Damit das auch nach dem kommenden Wochenende so bleibt, muss beim Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn aus Bremen dringend ein Erfolg her. „Natürlich wollen wir da wieder drei Punkte holen“, sagte Kessler. „Dafür müssen wir unter der Woche an unseren Themen arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass das wieder in die richtige Richtung laufen wird.“ Und dann – so viel ist angesichts der Punkte-Konstellation von einem Zähler Rückstand sicher – würde der FC auch wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz springen.

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