Mit seinem Wechsel von Sturm Graz zum 1. FC Köln wollte Jusuf Gazibegovic in Deutschland Fuß fassen und sich in der Bundesliga etablieren. Doch nach nur einem Jahr könnten sich die Wege wieder trennen. Zu einem erneuten Wiedersehen mit Gerhard Struber kommt es wohl nicht.
Er ist der heißeste Kandidat, wenn es um einen Winter-Abschied vom 1. FC Köln geht. Jusuf Gazibegovic kommt bei den Geißböcken nicht zum Zug. Der Rechtsverteidiger durfte in dieser Saison erst einmal ran, spielte 22 Minuten gegen den SC Freiburg. Gazibegovics Berater sucht bereits nach einem neuen Verein (der GEISSBLOG berichtete).
Eine Nachfrage bei Gerhard Struber lohnt sich offenbar nicht. Zwar ist es kein Geheimnis, dass der Ex-FC-Trainer den 25-Jährigen sehr schätzt, doch Struber erklärte bei einer Stippvisite in Köln gegenüber dem Express: „Dass Gazibegovic ein interessanter Spieler ist, ist klar, aber aus meiner Sicht kein Thema für uns im Winter.“
Struber hofft auf Gazibegovic-Durchbruch
Am Samstag war der Trainer von Bristol City als Sprecher bei der Matchplan-Konferenz an der Sporthochschule zu Gast und ergänzte, dass man sich insbesondere mit dem englischen Markt beschäftige, „weil die Liga unheimlich konkurrenzfähig ist“. Struber belegt mit Bristol aktuell Platz acht in der Championship, der zweiten englischen Liga.
Für Gazibegovic, der einst schon in Salzburg sein Schützling war und im Januar auch auf seine Initiative hin zum FC wechselte, wünscht sich Struber einen Verbleib am Geißbockheim: „Er hat einen Vertrag in Köln. Ich hoffe, er kann sich da reinbeißen und bekommt seine Spielzeit, die ihn dann auch zeigen lässt, was in ihm steckt.“
Struber: „Nicht nur Kosmetik“
Aktuell ein unwahrscheinliches Szenario – auch, weil der FC nach Strubers Aus unter der Leitung von Sportdirektor Thomas Kessler und dem neuen Trainer Lukas Kwasniok einen großen Umbruch vollzogen hat. „Die Kölner haben einen richtig guten Sommer gehabt“, so Struber lobend: „Sie haben die Mannschaft richtig gut verstärkt. Es wurde ein wichtiger Umbruch gestartet, nicht nur mit einer Kosmetik, sondern mit einem großen Wurf, der notwendig war aus meiner Sicht.“
Er selbst kann diese Entwicklung nur noch aus der Ferne beobachten. Gleiches könnte ab Januar für Gazibegovic gelten. Wenngleich aktuell völlig unklar ist, wohin es den 23-fachen Nationalspieler Bosnien-Herzegowinas ziehen könnte.








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