Frankfurt bei FC-Star „zu spät“ – El Mala bekennt sich: „Privileg, für Köln zu spielen“

Zentimeter fehlten zum fünften Saisontor: Said El Mala nach seinem Pfostentreffer gegen Eintracht Frankfurt. (Foto: IMAGO / Moritz Müller)
Zentimeter fehlten zum fünften Saisontor: Said El Mala nach seinem Pfostentreffer gegen Eintracht Frankfurt. (Foto: IMAGO / Moritz Müller)

Er war wieder kaum zu stoppen: Said El Mala hat als Joker mit dafür gesorgt, dass der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt trotz eines zwischenzeitlichen 1:4-Rückstands noch auf einen Punkt hoffen durfte. Das sagt El Mala über den Hype um seine Person und seinen Vertrag.

Am Ende musste Dino Toppmöller doch noch mal zittern. Das lag an den eisigen Temperaturen im RheinEnergieStadion, vor allem aber an der Aufholjagd des 1. FC Köln und an Toppmöllers Respekt vor dem Shootingstar der Geißböcke.

„Mit El Mala war ein Spieler auf dem Platz, der brutal viel Dynamik reingebracht hat. Dann ist es nicht einfach, die letzten Minuten hier zu überstehen“, hob der Trainer von Eintracht Frankfurt die Qualitäten des 19-jährigen Dribbelkünstlers hervor.

Sechs Torbeteiligungen als Joker

Tatsächlich bewies Said El Mala, der nach der Länderspielpause zunächst auf der Bank saß, ein weiteres Mal, warum er aktuell der gefährlichste Joker der Liga ist. Der U21-Nationalspieler kam nach 63 Minuten und war einer der Aktivposten der Schlussoffensive. Erst verpasste er um Zentimeter sein fünftes Saisontor, als er per Schlenzer am Pfosten scheiterte. Dann legte er Luca Waldschmidt mit einer perfekten Flanke das 3:4 auf.

El Mala sammelte seinen siebten Scorer-Punkt ein, liegt damit im Liga-Vergleich auf Platz acht – wobei alle Spieler, die in der Rangliste vor ihm stehen, deutlich längere Einsatzzeiten hatten. Sechs der sieben Torbeteiligungen des Kölner Youngsters resultierten aus Einwechselungen.

Toppmöller: „Jeder gute Scout kennt diesen Jungen“

Eine Quote, die auch Toppmöller beeindruckt. Nach Abpfiff verriet der Frankfurt-Trainer bei Sky, dass sich offenbar auch die Eintracht um El Mala bemüht hat. „Ja, natürlich hat man solch einen Spieler auf dem Zettel und im Auge. Jeder gute Scout kennt diesen Jungen, genauso war es natürlich auch bei uns“, so Toppmöller, der schmunzelnd nachschob: „Jetzt ist es wahrscheinlich ein bisschen zu spät.“

Wohl wahr. Während El Malas Berater bereits durchblicken ließ, dass nichts dagegenspreche, auch in der kommenden Saison für den FC aufzulaufen, formieren sich bereits die Interessenten. Aktiv auf die Suche gehen wird die Spielerseite allerdings nicht.

Wir wissen, dass der Trainer, die Verantwortlichen und alle anderen gerne mit uns zusammenarbeiten, und wir möchten hier ein Zeichen setzen.

Said El Mala

Auch El Mala selbst, der bislang selten das Wort ergriff, bekannte sich vergangene Woche in einem auf Englisch erschienenen Interview auf Bundesliga.com zum FC: “Es ist für mich ein Privileg, für Köln zu spielen, vor allem wenn man sieht, wie viele Menschen ins Stadion kommen, um einen zu unterstützen”, schwärmt er.

Seinen Vertrag noch vor Saisonstart vorzeitig bis 2030 zu verlängern, ohne Ausstiegsklausel und gemeinsam mit Bruder Malek, sei „eine leichte Entscheidung“ gewesen. Denn: „Wir wissen, was wir hier haben und wie die Pläne für uns aussehen. Wir wissen, dass der Trainer, die Verantwortlichen und alle anderen gerne mit uns zusammenarbeiten, und wir möchten hier ein Zeichen setzen.“

El Mala schwärmt über Nationalmannschaft und träumt von Champions League

El Mala fühle sich „in Köln sehr wohl“ und wolle „einfach so weitermachen wie bisher und die Fans glücklich sehen“. Sein Saisonziel ist keine spezielle Tore-Marke, sondern: „Ich möchte mit meinen Toren und Leistungen dazu beitragen, dass der Verein in der Bundesliga bleibt, und ich möchte mit der Mannschaft in dieser Liga Spaß haben.“

Den Rummel um sich, die vielen Transfergerüchte nehme er natürlich dennoch wahr: „Ich spüre schon ein wenig den Hype, weil es unmöglich ist, ihn nicht zu spüren, aber ich mag dieses Gefühl.“ El Mala weiß: „Der Druck auf mich könnte langsam zunehmen, aber ich versuche, nicht alles in den sozialen Medien zu lesen, auch wenn man das nicht ganz vermeiden kann.“

Jetzt möchte ich meinen Platz dort festigen.

Said El Mala über die Nationalmannschaft

Seine erste Berufung in die A-Nationalmannschaft hat den Hype befeuert, obwohl er nicht zum Debüt kam. „Es war großartig, für die Nationalmannschaft nominiert zu werden, ich war sehr stolz darauf. Jetzt möchte ich meinen Platz dort festigen“, kündigt der Linksaußen an. Noch schöner könne wohl nur die Champions League sein. Kaum einer zweifelt daran, dass El Mala irgendwann in der Königsklasse landen wird. Die Frage ist nur, mit welchem Verein. 

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
11 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete