Kwasnioks „zusätzlicher Ansporn“ gegen entfernte Frankfurter

Lukas Kwasniok will Eintracht Frankfurt ärgern. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok will Eintracht Frankfurt ärgern. (Foto: Bucco)

Mit einem Sieg könnte der 1. FC Köln am Samstagabend in der Tabelle wieder mit Eintracht Frankfurt gleichziehen. Trotzdem sieht Trainer Lukas Kwasniok seine Mannschaft langfristig nicht auf Augenhöhe mit dem Gegner.

An der Hälfte aller bisheriger Spieltage stand der 1. FC Köln in der Tabelle vor Eintracht Frankfurt. Vor der Länderspielpause überholten die Hessen den Aufsteiger jedoch wieder, weil sie anders als der FC gegen Borussia Mönchengladbach im Derby gegen Mainz 05 die drei Punkte sichern konnten.

Trotzdem liegt der Vorjahresdritte aktuell nur drei Zähler vor dem FC. Mit einem Heimsieg könnten die Kölner wieder gleich-, und je nach Ergebnis sogar vorbeiziehen. „Das ist ein schöner Ansporn, aber für uns geht es immer darum, den Abstand nach unten zu wahren, zu vergrößern und nach Möglichkeit im März oder April keinen Druck zu haben“, sagte Trainer Lukas Kwasniok mit Blick auf die Tabellen- und Punktekonstellation vor dem Spieltag.

Frankfurt mit anderen Ambitionen

Für dieses Vorhaben würden drei Zähler gegen die Eintracht freilich helfen. Immerhin würde der FC dann schon auf 17 Punkte nach elf Spieltagen stellen – die halbe Miete zum Klassenerhalt noch weit vor dem Hinrundenende fest im Blick. Für Kwasniok sei es zwar schön, „dass wir am elften Spieltag die Möglichkeit haben, die gleiche Punktanzahl zu erreichen wie sie.“ Wirklich von Bedeutung ist das beim FC jedoch nicht.

Denn der Champions-League-Teilnehmer hat gänzlich andere Ambitionen als der letztjährige Zweitligist. „Auch, wenn Menschen sich das natürlich wünschen und du auch an Großes glauben solltest, müssen wir die Dinge auch richtig einordnen“, appellierte Kwasniok an die Bescheidenheit in Köln. „Auf Dauer werden wir mit Frankfurt in dieser Saison noch nicht mithalten können, dafür sind die Verläufe in den vergangenen Jahren zu unterschiedlich gewesen.“

Zwei Titel gegen zwei Abstiege

Immerhin gewann die Eintracht in den letzten acht Jahren, in denen der FC zweimal abgestiegen ist und sich einmal über die Relegation retten konnte, den DFB-Pokal und die Europa League. Zudem spielt die Mannschaft aktuell zum zweiten Mal binnen weniger Jahre in der Champions League. Die letzten Jahren hätten für beide Vereine daher kaum unterschiedlicher laufen können.

Und trotzdem ist es eine Auszeichnung für den FC, bislang in dieser Saison, zumindest was die Punkteausbeute angeht, mithalten zu können. Das liegt mitunter auch daran, dass sich die Eintracht nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Hugo Ekitiké und Tuta einmal mehr neu finden musste. Nachdem die Eintracht an den ersten fünf Spieltagen 17 Tore erzielt hatte, kamen in den folgenden fünf Spielen nur noch sechs weitere hinzu.

Abkehr vom Hurra-Fußball

„Ich glaube, sie haben zu Beginn der Saison einen gewissen Hurra-Fußball gespielt“, beschrieb es Kwasniok. „In den letzten vier, fünf Spielen haben sie sich dann ein wenig einer Struktur angepasst, haben eine bessere Absicherung und eine andere Stabilität.“ Zwar erzielt die Mannschaft nun weniger Tore, kassiert dafür jedoch auch weniger. „Das ist in Summe dann auch ein bisschen erfolgreicher“, sagte Kwasniok, wenngleich die Eintracht mit dieser Taktik einen Zähler weniger holen konnte als an den ersten fünf Spieltagen.

Der FC zumindest dürfte sich auf beides einstellen: Eine kompakte Frankfurter Defensive sowie eine starke Offensive mit Nationalspieler Jonathan Burkardt sowie Ritsu Doan, Ansgar Knauff und Fares Chaibi. Mit einem Erfolg könnte der FC der Eintracht dann nicht nur rechnerisch näher kommen, sondern auch ein Stück weit das Gefühl zurückbringen, mit solchen Gegnern auch perspektivisch wieder mithalten zu können. 

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