Die U21 des 1. FC Köln stellt die viertschlechteste Defensive in der Regionalliga West. Dennoch schaut man beim FC mit Blick auf die Profis vor allem auf die Defensive.
Einmal mehr in dieser Saison hat der 1. FC Köln in der Regionalliga die Hütte voll bekommen. Gegen Borussia Dortmund waren es zum zweiten Mal in dieser Saison fünf Gegentore. Insgesamt kassierte der FC in 16 Spielen bereits 33 Gegentore. Zu viel für die Kölner Ansprüche.
Seit Wochen beklagt Trainer Evangelos Sbonias, dass seine Spieler den eigenen Strafraum besser verteidigen, Zweikämpfe besser führen und Räume besser zustellen müssten. Doch elf Gegentore in den letzten vier Spielen zeugen von einer zu geringen Lernkurve. Auch der BVB wurde am Samstag wieder mehrfach zum Toreschießen eingeladen.
Sbonias erklärt Umstellung auf Dreierkette
„Im Großen und Ganzen war es ein wildes Spiel. Taktisch und technisch war das Spiel auf sehr hohem Niveau. Defensiv ist es mir aber zu wenig, welche Entwicklungsschritte wir nehmen“, sagte Sbonias. „Wir verteidigen unsere Box nicht gut genug, sind nicht klar genug. Drei Tore zuhause müssen reichen, um ein Spiel zu gewinnen. Wir waren keine zwei Tore schlechter. Im eigenen Drittel müssen wir uns deutlich steigern.“
Dabei hatte Sbonias schon eine deutliche Veränderung vorgenommen und den FC in einem 3-4-1-2 aufgeboten. Das System, mit dem Lukas Kwasniok gegen den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach begonnen hatte. „Bei der Dreierkette haben wir in der Innenverteidigung einfach viele gute Jungs, die wir auf die Platte bringen müssen“, sagte Sbonias. „Da müssen wir eine gewisse Flexibilität an den Tag legen.“
Mausehund bleibt wohl im Profi-Training
Gemeint sind vor allem Yannick Mausehund und Luc Dabrowski. Ersterer trainert aktuell mit den Profis und sammelt in der U21 Spielpraxis. Auch Dabrowski durfte sich schon unter Kwasniok zeigen. Dritter im Bunde war am Samstag Mikail Özkan. Insbesondere Mausehund hat sich in den Fokus der Profis gespielt und wird von oben beobachtet. Der 19-Jährige war im Winter von Hertha BSC losgeeist worden und hat sich nun nach einer Verletzung in der U21 als Leistungsträger etabliert.
Mit seinen 1,91 Meter bringt der Rechtsfuß ein Gardemaß für die Innenverteidigung mit, ist schon robust im Zweikampf und soll im Wechselspiel zwischen Profis und U21 weiter reifen. Nach den Verletzungen von Luca Kilian, Timo Hübers und Rav van den Berg war er nach oben gerückt – und nach der Verletzung von Joel Schmied wird dies nun wohl auch erst einmal so bleiben. Chancen auf Einsätze in der Bundesliga hat Mausehund zwar noch keine. Doch sollte Sbonias bei der Dreierkette bleiben, könnte sich der 19-Jährige auch taktisch noch mehr auf die Profis vorbereiten.







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