Gegen den FC St. Pauli hatte Trainer Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln nur zwei Innenverteidiger zur Verfügung. Trotzdem saß Cenk Özkacar 90 Minuten auf der Bank. Ein klares Signal an Thomas Kessler.
Die akute Personalnot in der Innenverteidigung ist längst keine Unbekannte mehr beim 1. FC Köln. Luca Kilian stand nie wirklich zur Verfügung, Timo Hübers fehlt seit fünf Spieltagen und wird in dieser Saison auch nicht mehr zum Einsatz kommen. Joël Schmied gesellte sich am elften Spieltag gegen Eintracht Frankfurt zum Lazarett dazu, Dominique Heintz folgte zuletzt auswärts gegen Werder Bremen.
Gegen den FC St. Pauli standen Lukas Kwasniok daher lediglich zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Trotz dieser angespannten Personalsituation blieb ein Spieler gegen den FC St. Pauli jedoch über 90 Minuten außen vor: Sommer-Neuzugang Cenk Özkacar. Eine Entscheidung des Trainers, die weit mehr über seinen aktuellen Status aussagt, als jeder Satz es wohl könnte.
Kein uneingeschränktes Vertrauen für Neuzugang
Denn Kwasniok setzte gegen die Hamburger erneut auf eine Dreierkette – und entschied sich dennoch bewusst gegen einen Einsatz des 25-Jährigen. Stattdessen halfen mit Sebastian Sebulonsen und Eric Martel erneut zwei Spieler positionsfremd aus. Beide lösten ihre Aufgaben zwar ordentlich, doch die Botschaft war unmissverständlich: Özkacar genießt auch nach seinem soliden Startelf-Auftritt in Bremen derzeit nicht das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers.
Thomas Kessler hatte bereits vor dem Spiel bereits durchblicken lassen, dass die derzeitige Personalsituation durchaus einen gewissen Handlungsbedarf erzeugt. „Der Trainer ist schon gezwungen, auch ein bisschen zu basteln. Da machen wir uns ganz in Ruhe Gedanken drüber. Wir analysieren den Markt“, sagte der Sportdirektor bei Sky.
FC sondiert den Markt
Mit anderen Worten: Die FC-Verantwortlichen werden den Transfermarkt aufmerksam beobachten – und nach dieser Entscheidung gegen Özkacar wohl noch genauer als zuvor. Selbst wenn Heintz und Schmied zur Rückrunde wieder einsatzbereit sein werden, fehlt es der FC-Abwehr durch den langfristigen Hübers-Ausfall an einem klaren Leader. Das haben die vergangenen Wochen seit dem Spiel bei Borussia Dortmund mehr als deutlich gezeigt. Cenk Özkacar, das ist inzwischen deutlicher denn je, wird in diese Rolle wohl nicht hineinwachsen.








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