Der ganze Stolz des 1. FC Köln: Ruthenbeck macht den Unterschied

Stefan Ruthenbeck in Dänemark im Gespräch mit Fayssal Harchaoui. (Foto: GEISSBLOG)
Stefan Ruthenbeck in Dänemark im Gespräch mit Fayssal Harchaoui. (Foto: GEISSBLOG)

Die U19 des 1. FC Köln spielt erneut eine historische Saison. Stefan Ruthenbeck ist das Gesicht des Erfolgs im Kölner Nachwuchs. Der 53-Jährige ist wichtiger denn je.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Der 1. FC Köln steht in der Runde der letzten 32 Mannschaften in der Youth League. Vor der Saison hatten die A-Junioren der Geißböcke noch nie ein Spiel auf europäischer Bühne gewonnen. Nun schlagen sie nach Racing Union FC auch den FC Midtjylland, eine der großen Kaderschmieden Europas. Welch ein Erfolg für den FC!

Nach dem DFB-Pokal-Sieg 2023 und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2025 steht die U19 des FC nach der Halbserie nun im Sechzehntelfinale der UEFA Youth League, parallel dazu im DFB-Pokal-Viertelfinale und in der Meisterschafts-Hauptrunde. Kein deutscher U19-Nachwuchs ist erfolgreicher.

Ausbildung und Titel: Der FC kann beides

Kein Wunder, dass diese U19 seit Jahren der ganze Stolz des 1. FC Köln ist. Das Gesicht dieses Erfolgs ist Stefan Ruthenbeck. Als erfahrener Fußballlehrer hat er sich seit 2017 dem Kölner Nachwuchs verschrieben, immer wieder Angebote aus dem deutschen Profifußball abgelehnt und dem FC die Treue geschworen. Der Erfolg gibt ihm recht, zuletzt auch seine Beförderung zum Leiter des Leistungsbereichs in der FC-Akademie.

Eigentlich will der FC vor allem eines: erfolgreich ausbilden. Doch unter Ruthenbeck ist der FC auch ein regelmäßiger Titelanwärter geworden. Und so verbinden die Geißböcke endlich, was anderen Top-NLZs nicht gelingt: die Durchlässigkeit zu den Profis einerseits UND die Chance auf Pokale im Nachwuchs andererseits. Der FC war zwar jahrelang dafür bekannt, eines der besten NLZs des Landes zu sein, doch die Titel holten andere. Nun gelingt dem FC beides.

Es wächst wieder etwas heran

Die Erfolge haben das Renommee der Kölner Akademie noch einmal verbessert. Finanziell mögen die Geißböcke weiterhin nicht mit den Clubs der großen Geldschatullen mithalten können. Trotzdem entscheiden sich inzwischen auch aktuelle U-Nationalspieler des DFB für den FC, siehe Maik Afri Akumu und Yannick Mausehund. Denn: Wer den Weg beim FC konsequent geht, bekommt seine Chance bei den Profis (und sei es nach einem Umweg über eine zwischenzeitliche Leihe).

Dafür sorgt vor allem Ruthenbeck: Seine Mannschaften haben sich in den letzten Jahren immer im Laufe einer Saison entwickelt, haben sich verbessert – als Team und individuell. Der Cheftrainer weiß: Die U19 ist die letzte Instanz vor dem Profibereich. Hier muss der Feinschliff gelingen, um das Rüstzeug für weiter oben zu haben. Und wer am Mittwoch in Dänemark vor Ort war, konnte sehen: Beim FC wächst schon wieder etwas heran.

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