Der neunte Streich! FC siegt zum Jahresabschluss mit bekannten Stärken

Der 1. FC Köln jubelt in Leipzig. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)
Der 1. FC Köln jubelt in Leipzig. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)

Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln haben sich mit einem 1:0 (0:0)-Sieg bei RB Leipzig aus dem Fußballjahr 2025 verabschiedet. Den entscheidenden Treffer erzielte einmal mehr Torjägerin Sandra Maria Jessen.

Der 1. FC Köln hatte am Sonntagnachmittag gleich doppelt Gelegenheit, Wiedergutmachung zu leisten. Einmal für die unnötige 0:1-Niederlage gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena in der Vorwoche – die Thüringerinnen hatten zuvor kein einziges Spiel gewonnen. Doch auch für die Hinspiel-Pleite gegen Leipzig wollte sich das Team von Britta Carlson, für das kurz vor Weihnachten bereits die Rückrunde begann, revanchieren. Und das gelang – dank des neunten Saisontreffers von Sandra Jessen.

Tor und Highlights

6. Minute: Los ging’s mit einer ganz kniffligen Szene vor dem Leipziger Strafraum. RB-Torhüterin Herzog, eine Ex-Kölnerin, war weit draußen. Sandra Jessen legte den Ball an ihr vorbei und wurde dabei leicht von Magerl geschubst. Jessen ging zu Boden und der FC forderte einen Platzverweis. Schiedsrichterin Levke Scholz beließ es aber bei Gelb.

12. Minute: Das hohe Pressing der Kölnerinnen zahlte sich beinahe aus. Leipzig wollte wie gewohnt spielerisch aufbauen und führte einen Abstoß kurz aus. Der FC eroberte am gegnerischen Sechzehner einen verunglückten Pass von Herzog, anschließend schloss Adriana Achcinska allerdings zu zentral ab. Das hätte das 1:0 sein müssen.

19. Minute: Chaos im Kölner Strafraum. Erst traf Schasching die Latte, beim anschließenden Kopfball von Boboy rettete dann Anna Gerhardt auf der Linie. Obendrein schoss Joly noch ans Außennetz. Das war dreimal eng.

45+2. Minute: In einem ausgeglichenen Spiel ließ die nächste gute Chance lange auf sich warten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dribbelte dann Martyna Wiankowska von links in den RB-Strafraum und zog mit rechts ab – Herzog parierte.

48. Minute: Der FC legte einen Blitzstart in die zweite Halbzeit hin. Erst scheiterte Sandra Jessen nach einem Freistoß von Laura Vogt per Kopf an der Latte. Dann aber, nach dem nächsten Freistoß, erzielte die Isländerin das Kölner 1:0. Der FC führte den Standard kurz aus, Vogts Hereingabe verlängerte Laura Feiersinger mit der Fußspitze. Der Ball landete bei Jessen, die sich am Fünfer keine Blöße gab und ihr neuntes Saisontor markierte. Lediglich Selina Cerci, die zehnmal für die TSG Hoffenheim traf, steht in der Torjägerliste der Bundesliga vor ihr.

Die weitere zweite Halbzeit: Leipzig übernahm nach dem Gegentreffer zwar die Initiative, kam über die gesamte zweite Halbzeit allerdings nur zu zwei kleineren Chancen durch Schasching (68.) und Spitzner (76.). Wirkliche Probleme, die Führung und damit auch den Auswärtssieg zu behaupten, hatte die starke Kölner Defensive nicht.

Personal

So spielte der FC: Fuchs – Gerhardt (90+7. Bohnen), Degen, Agrez, Wiankowska – Vogt, Feiersinger – Donhauser, Achcinska (82. Hasenauer), Bremer (46. Andrade) – Jessen.

Zur Aufstellung: Laura Vogt kehrte nach ihrer Gelb-Sperre in die Startelf zurück und ersetzte Vanessa Leimenstoll, die aufgrund einer Fußverletzung ausfiel. Zusätzlich zu den Langzeitverletzten um Kapitänin Marina Hegering fehlten auch Weronika Zawistowska und Anna-Lena Stolze noch verletzt. Pauline Bremer musste im ersten Durchgang am Oberschenkel getapt und zur Pause ausgewechselt werden.

Fazit

Der 1. FC Köln hat ein enges Spiel verdientermaßen auf seine Seite gezogen – durch bekannte Stärken. Hinten verteidigte der FC konzentriert und ließ nur wenig zu. Nicht umsonst stellen die Geißböcke mit 18 Gegentreffern die zweitbeste Abwehrreihe der Liga nach Spitzenreiter Bayern. Und vorne nutzte Sandra Jessen eine ihrer Gelegenheiten. Die Isländerin ist für knapp die Hälfte der 19 Kölner Tore verantwortlich und damit die offensive Lebensversicherung. Nicht zuletzt dank Jessen überwintert der FC auf Platz acht – nur fünf Zähler hinter den Europapokal-Plätzen und bereits 14 Punkte vor den Abstiegsrängen. Mit einem Sieg gegen Jena in der vergangenen Woche wäre sogar Platz fünf drin gewesen. Dennoch kann der FC äußerst zufrieden auf die erste Saisonhälfte zurückblicken.

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