Fünf Spiele ungeschlagen: Dreierpack lässt FC im Volkspark jubeln!

Immer wieder Jessen: Die Isländerin hat gegen den Hamburger SV einen Doppelpack erzielt. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Immer wieder Jessen: Die Isländerin hat gegen den Hamburger SV einen Doppelpack erzielt. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln hat seinen ersten Auswärtssieg in der Frauen-Bundesliga seit Ende September eingefahren. Beim 4:1 (2:0)-Erfolg über den Hamburger SV war einmal mehr Torjägerin Sandra Maria Jessen Spielerin des Spiels.

Kaum 24 Stunden lagen zwischen dem Nord-Derby der Männer in der Bundesliga und dem Frauen-Spiel des Hamburger SV im Volksparkstadion. Hatten die Hamburger Männer gegen den SV Werder Bremen noch den Derbysieg bejubeln können, gab es für die weiblichen Profis gegen den 1. FC Köln nichts zu holen. Vor 4001 Zuschauern im großen Volksparkstadion entführte der FC am Ende die drei Punkte.

Tore und Highlights

10. Minute: Die ersten Minuten im Volksparkstadion waren von beiden Mannschaften fahrig. Dann jedoch brachte eine Standardsituation den FC in Front: Nach einem Foul an Weronika Zawistowska brachte Martyna Wiankowska den Ball aus halbrechter Position scharf an den Fünfmeterraum. Dort lief Sandra Maria Jessen unter Bedrängnis ihrer Gegenspielerin ein und köpfte zum 1:0 für die Kölnerinnen in die Maschen.

37. Minute: Nach der FC-Führung tat der Hamburger SV mehr für die Offensive, ohne sich dabei jedoch klare Torchancen erspielen zu können. Nach etwas mehr als einer halben Stunde gab es auf Seiten der Kölnerinnen dann eine Schrecksekunde, als Jessen an der Mittellinie im Zweikampf eine schmerzhafte Kopfnuss abbekommen hatte. Die Stürmerin konnte nach einer kurzen Behandlungspause jedoch weiterspielen – und stand nur vier Minuten später wieder im Fokus. Nach einem starken Pass von Pauline Bremer umkurvte die Isländerin ihre Gegenspielerin und schloss aus 14 Metern flach ins lange Eck zum 2:0 für den FC ab.

45. Minute: Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war der FC im Glück! Nach einer Flanke von der rechten Seite lenkte Torhüterin Irina Fuchs den Ball in die Füße von Brunnthaler, die im Fallen ins leere Tor einschieben konnte. Die Fahne ging jedoch sofort nach oben und der vermeintliche Anschlusstreffer für den HSV zählte nicht. Klar aufzulösen war die Szene auch bei mehrfacher Wiederholung kaum. Eine Zentimeter-Entscheidung zugunsten des FC, der entsprechend mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause ging.

48. Minute: HSV-Trainerin Liese Brancao hatte genug gesehen und wechselte zur zweiten Halbzeit gleich dreifach! Und das sollte sich prompt auszahlen. Nach einem Ballgewinn der eingewechselten Böhler gegen Laura Vogt schickte diese Christin Meyer. Gerhardt kam gegen die ebenfalls eingewechselte Angreiferin nicht nach und musste zusehen, wie Meyer zum 1:2 aus FC-Sicht traf.

50. Minute: Der FC hatte die richtige Reaktion jedoch parat. Diesmal war es Jessen, die in der Mitte ihre Sturmpartnerin Bremer bediente. Die für Stolze eingewechselte Vanessa Leimenstoll ließ den Ball durch, Bremer setzte die Kugel jedoch aus acht Metern zentral vor dem Tor nur an die Latte.

73. Minute: Mit zunehmender Dauer konnte der FC den Druck der Hamburgerinnen entschärfen – und blieb selbst effizient! Leimenstoll brachte den Ball von der rechten Seite perfekt auf Jessen, die diesmal nicht den direkten Abschluss suchte, sondern noch einmal auf Bremer zurücklegte. Die Angreiferin behielt die Übersicht, sah die besser postierte Achcinska und dies eingewechselte Polin vollendete unter die Latte zum 3:1

90.+2 Minute: Für den Schlusspunkt sorgte dann erneut Jessen. Achcinska stieß halbrechts in den Strafraum ein und legte uneigennützig noch einmal quer. Die Isländerin musste schließlich aus fünf Metern nur noch den fünf hinhalten und erzielte ihren Dreierpack zum 4:1-Endstand.

Personal

So spielte der FC: Fuchs – Gerhardt, Degen, Agrez, Wiankowska – Feiersinger, Vogt (90. Hasenauer) – Zawistowska (59. Achcinska), Stolze (46. Leimenstoll) – Bremer (78. Donhauser), Jessen

Zur Aufstellung: Im Vergleich zum 1:1 vor zwei Wochen gegen den SV Werder Bremen veränderte Trainerin Britta Carlson ihre Startelf auf einer Person. Anna Gerhardt kehrte nach ihrer leichten Blessur in die Startelf zurück, dafür nach zunächst Adriana Achcinska auf der Bank im Volksparkstadion Platz.

Fazit

Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln machen weiter Spaß! Der Sieg beim Hamburger SV war bereits das fünfte ungeschlagene Spiel in Folge für die Kölnerinnen. Einmal mehr war es Sandra Maria Jessen, die mit ihren Saisontoren sechs, sieben und acht den Unterschied ausmachte. In einer intensiven und lange Zeit ausgeglichenen Partie sicherte sich der FC am Ende verdient die drei Punkte. Damit schließt die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson in der Tabelle bis auf einen Zähler an Freiburg, Hoffenheim und Frankfurt auf und steht nach zwölf Partien bei starken 18 Punkten.

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